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     May 24, 2013 23:19 CET
 


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Werbetexte

Sie benötigen
. . . eine Vertrauen weckende Beschreibung für Ihr Produkt oder Angebot, die informiert wirbt.

Wir fassen in Worte,
. . . was Sie mitteilen und verbreiten wollen – anschaulich.

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Die Erkenntnisse dahinter:

Kunde droht mit Auftrag – bitte schön!
Manchmal eilt die Werbung der Produktion voraus. Dann kann der Kunde, der sich einen Auftrag zu erteilen anschickt, zur Bedrohung werden. Akute Lieferschwierigkeiten sind eine Diagnose mit der Nebenwirkung des Imageschadens. Normalerweise ist das Gegenteil der Fall: Produzenten und Anbieter tun alles, um einen Auftrag hereinzuholen. Davon hängt schliesslich ihr wirtschaftliches Gedeihen ab.

Erzeugnisse oder Angebote müssen mit geeigneten Mitteln bekannt gemacht werden, ansonsten die Auftragslage leiden kann. Die Werbung darf nicht vernachlässigt werden und nicht versagen. Sie erfüllt eine fundamentale Aufgabe: "Dank Werbung erfährt man, welche Eigenschaften ein Produkt hat", liest man in der Werbebroschüre zu "Was ist Werbung?" der Schweizer Werbung (SW), der "Dachorganisation für kommerzielle Kommunikation". Es sollen also nicht nur Lockrufe verbreitet und Scheinwelten gezeichnet werden. Sachliche Werbung kann vielmehr eine gute und vertrauensbildende Information sein.

Solche sorgfältig formulierten, eingängigen und wahrheitsgetreuen Werbetexte gehören zu den wirkungsvollsten Marketingmassnahmen. Sie schaffen ein Klima des Verstehens und Vertrauens und provozieren keine Zornausbrüche nach dem Muster Valentins, Gretchens Bruder, in Goethes "Faust". Valentin hat darin gegenüber dem über die gesellschaftlichen Verhältnisse mit dichterischer Gewalt spottenden Mephistopheles offensichtlich jede Zurückhaltung verloren:

"Wen lockst du hier? beim Element!
Vermaledeiter Rattenfänger!
Zum Teufel erst das Instrument
Zum Teufel hinterdrein den Sänger!"

Die faszinierenden Schalmeienklänge, die durch Werbetexte verbreitet werden, lassen, wie man sah, Rückschlüsse auf die Moral des Auftraggebers und dessen Angebote zu; er kann sich auf der ganzen Variationsbreite zwischen Valentinschem Ärgernis und unerlässlicher Zündhilfe bewegen. Der kritische Kunde erlebt, wie gründlich und engagiert ein Produkt beschrieben wird, und er kann ein Gefühl dafür entwickeln, ob die Ausführungen glaubwürdig sind und ob es sich lohnt, sich mit dem Angebot näher zu befassen.

Gleichzeitig darf sich die Werbung klar und ehrlich als das zu erkennen geben, was sie ist: als Werbung. Sie darf selbstbewusst daherkommen, besonders wenn sie aus der begründeten Überzeugung heraus entstanden ist, ein ausgezeichnetes Produkt zu propagieren oder ein attraktives Unterfangen anzukünden. Demgegenüber kann eine verschwommen formulierte Schleichwerbung, die sich zu tarnen versucht, Misstrauen wecken, was sinngemäss selbstverständlich auch auf die Public Relations zutrifft.

Ein knochentrockener Beschrieb kann als Ablöscher wirken, wie man in der Schweizer Umgangssprache sagt. Auch ein sachlich-informativer Text kann farbig und ansprechend sein, wenn der vorgestellte Gegenstand oder das Subjekt vor dem geistigen Auge des Lesers plastisch wird, Formen annimmt. Der Texter soll sich bitte etwas einfallen lassen und aus der erstarrten Reihe tanzen, ohne den Anspruch nach präziser Schilderung aus den Augen zu verlieren.

Der Ausbruch aus dem vorherrschenden Hauptstrom und damit aus dem Mittelmass ohne Zuflucht zu Klamauk und anderweitiger Schrillheit gehört zu den Prinzipien der Textatelier-Schreiber; denn der Markt für das Mittelmässige ist ohnehin reich gedeckt. Ghostwriter mit Geist streben das Ausserordentliche an. Sie betreiben keine schnöde Rattenfängerei. Vielleicht gehört heutzutage bereits ein sauber formulierter und eingängiger Werbetext zu diesem Aussergewöhnlichen, der den Leser ernst nimmt und ihm auf Augenhöhe begegnet.

PS: Sie haben soeben einen Werbetext gelesen.

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