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9. Ausgabe www.textatelier.com 26. 01. 2004

Sammeln, ordnen und Geschichte(n) schreiben?

  Lasst uns den Anfang bedenken, dass wir das Ende begreifen.
Ernst Wiechert

Von Historikern kann man nur lernen: Wenn sie ein bestimmtes Thema bearbeiten und etwa eine Ortsgeschichte schreiben müssen, sammeln sie vorerst einmal alles erreichbare Material. Dazu gehören bisherige einschlägige Publikationen, der Inhalt von Gemeindearchiven, schulische und kirchliche Dokumente, Urkunden, Presseausschnitte, Pläne, Karten, Bilder, Fotografien, Tonbandaufzeichnungen, Filme und so weiter. Sie überlegen sich, welche Personen entweder wandelnde Geschichtsbücher sind oder über geschichtliche Dokumente verfügen. Sie werden bei Industrie und Gewerbe vorstellig, bei Vereinen und tragen Familien-, Dorf- und Flurnamen zusammen – neben viel anderem. Dann werden Dossiers angelegt, die nach getaner Arbeit archiviert werden, da ja nicht alles verwertet werden konnte.

Ortsgeschichte
Ich wurde im Herbst 2003 zur ersten Kommissionssitzung eingeladen, bei der es um die Ausarbeitung einer erweiterten und nachgeführten Ortsgeschichte von CH 5023 Biberstein AG ging. Bei dieser Aufgabe führen der bekannte Menziker freischaffende Historiker Markus Widmer-Dean und der geschichtlich versierte Geograf Gerhard Ammann aus Bibersteins Nachbargemeinde Auenstein AG das Szepter. Da wird also mit gutem Grund auf die Kombination von Geschichte und Geografie gebaut, denn der Zeitenlauf wird ja vom geografischen Raum beeinflusst, in dem er sich abspielt.

Biberstein zum Beispiel liegt abseits der grossen Strassen am Jurasüdfuss und ist nur über vorbildlich schmale Ortsverbindungsstrassen beziehungsweise eine einspurige Aarebrücke von Aarau/Rohr her zu erreichen. Die Gemeinde, die zwischen 1316 und 1318 als Stadt gegründet wurde, konnte sich in ihrer Abgeschiedenheit nie richtig entwickeln. Sie hat keine Industrie und keine Kirche. Dafür wachsen Reben. Die Kunst der Beschränkung sollte sich in dieser lärmigen und hektischen Welt als ein grosser Vorzug erweisen. Die Beschaulichkeit zählt. Die Stille ist eine Voraussetzung, um auf eigene Gedanken zu können, zu reifen und zu wachsen. Man kann hier von Lebensqualität sprechen.

Ode ans Sammeln
Doch in diesem Bericht geht es weniger um eine Vorwegnahme des Ortsgeschichte-Inhaltes als vielmehr um eine Ode ans Sammeln, ans Festhalten und Behalten, wie es die Historiker lehren. Denn was heute stattfindet, ist morgen schon Geschichte. Und je weiter es zurückliegt, desto verschwommener werden die Umrisse des Geschehenen und desto wertvoller werden die Belege, die die Konturen wieder zurückholen. Wenn aber die Erinnerungen vollständig verblasst und alle Dokumente verschwunden sind, die darüber Auskunft gaben, dann ist es vorbei. Vorbei ist vorbei. Ein grosses schwarzes Loch. Punkt.

Klar, man kann nicht alles behalten. Unsere Wohnungen wären mit Papier vollgestopft, gäbe es nicht die Wohltat der Papierabfuhr – hin zur Wiederverwertung. In der Wirtschaft werden die Akten etwa 10 Jahre lang aufbewahrt und dann vernichtet, geshreddert. In Biberstein wurde 1966 ein Teil des Gemeindearchivs unbesehen in Papierstreifen umfunktioniert, ein unwiederbringlicher Verlust, der heute bedauert wird. Auf diese Weise werden oft Lücken in die Geschichte gerissen, die nie mehr zu stopfen sind. Die Geschichtsschreibung kann sich nur auf das beziehen, für das sich noch Belege oder andere Dokumente finden, und deshalb ist die Geschichtsschreibung immer lückenhaft. Auswählen und werten muss sie ohnehin: Was war wichtig?

Die Idee, alles, was ein gewisses Alter hat, wegzuwerfen, zeitigt selbstverständlich katastrophale Auswirkungen. Gerade betagte Dokumente sind in der Regel wertvoll; im Antiquitätenhandel erzielen Raritäten von hohem Alter stattliche Preise. Aber ob jung oder alt, immer muss entschieden werden, was für die Nachwelt wichtig sein könnte. Und bei dieser Tätigkeit ist viel Ungewissheit, viel Spekulation dabei. Schon oft habe ich ein Dokument im Rahmen einer Aufräumphase vernichtet, und wenige Tage später hätte ich es dringend gebraucht. Andere Schriftstücke, die mir bedeutend zu sein schienen, habe ich jahrzehntelang aufbewahrt, und kein Hahn krähte mehr danach. Die Lebensweise der Menschen spielt dabei eine untergeordnete Rolle, obschon gerade sie auf ein grosses Interesse stösst.

Diese modernen Zeiten sind von einer Informationsüberfülle geprägt, aber auch von schnellen Veränderungen und vom verlorenen Sinn für das, was war. Die Vergangenheit, die so vieles erklären würde und lehren könnte, ist kein Thema mehr. Wer heutzutage einen Sinn für Geschichte und Traditionen bekundet, wird belächelt und als Ewiggestriger eingestuft, der den Anschluss verpasst hat.

Die Kultur des Loslassens
Aus dieser Mentalität heraus hat sich die Kultur des Loslassens herausgebildet. Wenn man Bestehendes loslasse, so wird gelehrt, sei man für Neues offen. Und dieses Neue hat aus unerfindlichen Gründen einen hohen Stellenwert; es wird unbesehen als das Bessere, einzig Richtige betrachtet, den zahlreichen anders lautenden Erfahrungen zum Trotze. Das Neue wird als das einzig wirklich Erstrebenswerte betrachtet, ganz im Gegensatz zum Alten, das mit veraltet, unbrauchbar, Platz versperrend, belastend gleichgesetzt wird.

Dieselbe Wertung wird selbstredend auch auf Menschen übertragen. Man spricht von einer Überalterung der Bevölkerung, das heisst von einer Bevölkerung, die älter geworden ist als es der Gesellschaft, die jung, aktiv und spassig zu sein hat, zuträglich ist: Alte Menschen sind ausrangierte Menschen, die nur Kosten verursachen und nichts nützen… zumindest ist solch eine Beurteilung unterschwellig im Begriff enthalten. Daran ist vieles fasch, insbesondere der Umstand, dass ältere Personen abgeschoben und ruhig gestellt statt ins pulsierende Leben einbezogen werden; das brachliegende enorme Potenzial müsste dringend genutzt werden.

Diese Wegwerfzeit wird als geschichtliche Epoche im Rückblick keine grosse Rolle spielen, da nicht viel von ihr übrig bleiben wird; das Nachhaltigste dürften noch einige Sondermülldeponien sein, aus denen immerhin Rückschlüsse auf das Gebaren der heutigen Menschen gezogen werden können.

Die Wegwerfkultur wird durch den Platzmangel begünstigt; Wohn- und Lagerräume sind rar und teuer geworden. Eine gewisse Erleichterung hat der Computer gebracht, der unendlich viele digitalisierte Daten auf kleinstem Raum speichern kann. Aber die Speicherformate veralten bald, diesmal ohne an Wert zuzulegen, und ihr Inhalt kann eines Tages nicht mehr gelesen werden. Damit hat man eigentlich bloss eine neue Form des Wegwerfens erfunden, ein automatisches Wegwerfen, Archive, die sich selber vernichten sozusagen.

Das Aufbewahren und Wegwerfen ist auch eine Folge qualitativer Aspekte. Ein handwerklich meisterhaft gearbeitetes Möbelstück, das Jahrhunderte lang beste Dienste leisten kann und durch den Gebrauch zunehmend attraktiver, charaktervoller wird, hat einen grossen Wert. Und wenn man es loswerden möchte, wird es Käufer geben, die sich darum reissen. Ein Möbel aus verleimten Spanplatten aber, das bald einmal aus den Fugen gerät, wandert bald in die Kehrichtverbrennungsanlage – eine andere Verwendung gibt es für die Trümmer nicht. Ähnlich ist es auch mit den Informationen: Lieblos hingeworfenes Schnellfutter wird schon am nächsten Tag niemand mehr lesen wollen. Schade um die Zeit, schade um den Platz, um es aufzubewahren.

Spinnt man die Gedankenfäden über die heutige Loslass- und Vernichtungskultur weiter, kommt man zu erschreckenden Erkenntnissen. Noch keine Zeit hat so viel Natur zerstört, Arten (Pflanzen und Tiere) vernichtet; sogar Kultursorten werden dem modernen Einheitsdenken geopfert. Unter dem Einfluss der US-amerikanischen kommerzialisierten Schrottkultur ebnen sich die Kulturen weltweit ein – das Wort „Globalisierung“ ist auch ein Synonym für Kulturverlust.

Vereinfachende Einebnung
Und genau das wird die Arbeit künftiger Historiker enorm vereinfachen. Der geografische Raum wird kaum noch eine Rolle spielen, da sich überall ungefähr dasselbe abspielt. Und so wird man denn auch auf weniger Dokumente angewiesen sein; das simplifizierte, facettenarme Leben wird aufgrund weniger Indizien ziemlich genau dargestellt werden können.

Vielleicht braucht man dann dazu auch die Schrift nicht mehr. Rechnet man auf der Grundlage des sich verbreitenden Neoanalphabetismus hoch, wie lange es noch dauern wird, bis der letzte Lesekundige das Zeitliche gesegnet hat, kommt man zu durchaus überschaubaren Zeiträumen.

So nimmt die Geschichte ihren Lauf. Und aus Historikern könnten allmählich wieder Geschichtenerzähler werden, welche die mündliche Überlieferung pflegen.

Aber die „Neue Ortsgeschichte Biberstein“ werden wir dennoch ausarbeiten. Etwa die Hälfte davon darf als bleibender Wert betrachtet werden: 50% der Buchseitenfläche soll nämlich mit Bildern gefüllt werden. Die Folge einer weisen Voraussicht.

Walter Hess

 

Neuerung auf der Homepage und im Textatelier

Unser Textatelier-Techniker und Computerexperte ist ständig bemüht, das Textatelier technologisch aufzurüsten und die Homepage www.textatelier.com den neuesten Verhältnissen anzupassen. Bei der wachsenden Fülle des Materials sind ständige Verfeinerungen unumgänglich.

Zurzeit (Stand 17. Januar 2004) sind folgende Dokumente im Netz:

  • Offerte/Auftrag: 4
  • Empfehlung: 1
  • Impressum: 13
  • Textatelier-Themen: 39
  • Glanzpunkte: 31
  • Kontrapunkte: 23
  • Ratgeber: 143
  • Miniaturen: 72
  • Spezialthemen-Begleittexte: 2
  • Länderporträts: 4
  • Feng Shui: 15
  • Bildergalerie: 37
  • Rundbrief-Artikel (8 Rundbriefe): 27

    Total 411 Dokumente

    Laufend kommen neue Dokumente ins Netz. Unser herzlicher Dank geht an alle Mitarbeiter, die mithelfen, aus dem Textatelier eine Bibliothek für alle Lebenslagen zu machen.

    Damit die Nutzer eine Orientierungshilfe haben, hat Urs Walter auf der Einstiegsseite einen Link

    Lesen Sie hier die neuesten Beiträge!

    geschaffen. Die 20 jüngsten Arbeiten sind dahinter übersichtlich aufgelistet.

    Ein bebildertes Beispiel in der Textatelier-Dokumentensammlung ist die Arbeit über die Blattschneiderameisen:

    http://www.textatelier.com/print.php?link=138

    Wir sind in jeder Beziehung auf dem Stand der Technik: Das Textatelier in Biberstein verfügt über ein Intranet und über 2 Disk Arrays (Festplatten-Schubladen-Schränke mit einer riesigen Speicherkapazität), so dass hier auch umfangreiches, Platz fressendes digitales Fotomaterial in grossem Umfang gespeichert werden kann. Sie können uns gern anfragen, wenn Sie spezielle Fotowünsche (Dias und Digitalbilder) haben.

    Im zentralen Textatelier-Büro wird gerade der 3. Bildschirm eingerichtet. Mit einer Matrox-Millennuim P750-Karte sind alle 3 Screens verbunden, d.h. zusammengeschaltet. Das erleichtert das Arbeiten, indem mehrere Dokumente sichtbar sind, die alle gleichzeitig bearbeitet werden können. Unsere Arbeitsweise wird dadurch zusätzlich beschleunigt.

    Ein begeisterter Kunde hat kürzlich unsere Reaktionen (Lieferungen) nach Bestellungseingang mit dem Tennissport verglichen: Schlag auf Schlag.

    Sie sehen: Wir laufen allmählich zur Hochform auf.

     

    Was ist am Ghostwriting unanständig?

    Beim Publikum ist das Staunen oft gross, wenn ans Licht kommt, dass jemand für seine Biografie oder für eine Rede einen Ghostwriter beschäftigt habe. „Die Welt will halt betrogen sein“, heisst es dann.

    Ebenso könnte man staunen, wenn man das neu gebaute Haus eines Bekannten besichtigt und erfährt, dass er es nicht eigenhändig gebaut, sondern verschiedene Handwerker und sogar einen Architekten und einen Ingenieur beigezogen habe.

    Für jede anspruchsvolle Tätigkeit gibt es Fachleute, und es wäre falsch, ihre Talente nicht zu nutzen, wenn man eine Aufgabe professionell gelöst haben will. Das ist beim Schreiben eines bedeutsamen Textes oder beim Vorbereiten einer wichtigen Rede nicht anders.

    Dazu äusserte sich der Publizist und Unternehmensberater für Kommunikation und Text, Dr. jur. Jürg Raissig , Killwangen, am 14. März 2000 in einem Leserbrief in der „NZZ“ wie folgt (wir zitieren mit freundlicher Genehmigung durch den Autor):

    „Intermezzo im Zürcher Kantonsrat. Eine Rednerin attackiert ihre Kollegin, sie habe ihre Rede gar nicht selber geschrieben. Die Angegriffene bestreitet das. Sie stellt klar, dass sie ihre Eröffnungsrede zu Beginn der Legislatur selbst geschrieben hat und nicht Ch. M., wie behauptet („NZZ“ vom 15. 2. 00).

    Ghostwriting steht im Zwielicht. Redner werden immer wieder der Unredlichkeit verdächtigt: fremde Gedanken würden als eigene ausgegeben. Die Grenze zum Plagiat scheint erreicht. Kritiker nutzen das, um einen erfolgreichen oder einen gegnerischen Redner verächtlich zu machen. Warum dieser Purismus? Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind arbeitsteilig organisiert. Ein Redenschreiber bietet eine besondere Leistung an, ein Redner kauft sie ein. Rechtsberater und viele andere Berater sind in gleichem Sinne tätig.

    Was ist daran unanständig? Der Redner gewinnt mit einem guten Schreiber Zeit, Redequalität und berufliches Ansehen. Wesentlich ist, dass der Redenschreiber die Intentionen und Gefühle, das Wissen und Können des auftraggebenden Redners in die Rede einfliessen lässt. Redner und Schreiber sind darum zur Zusammenarbeit verpflichtet. Der Fall, dass ein Redner den Text eines bezahlten Schreibers unbesehen und unkritisch abliest, ist glücklicherweise sehr selten: die Kenner der Szene wissen das. Der Vorwurf fremder Hilfe beim Redenschreiben lässt sich leicht und genauso polemisch parieren. ‚Ich stehe im Ruf, Ghostwriter zu beschäftigen; das kommt daher, dass meine Reden gut sind. – Sie geraten nie in diesen Verdacht; das liegt daran, dass Ihre Reden schlecht sind.'“

    Soweit der treffliche Leserbrief, der den Sachverhalt auf den Punkt bringt und sich mit meinen eigenen Erfahrungen vollständig deckt. Ich habe letzthin für einen Politiker die Eröffnungsrede verfasst, die dieser zu Beginn einer Veranstaltung hielt, von deren Thematik er keine Ahnung hatte. Zwar wäre der Politiker durchaus in der Lage gewesen, alles selber zu recherchieren und sich in die Thematik einzuarbeiten, hätte ihm genügend Zeit dafür zur Verfügung gestanden; an seinen Fähigkeiten lag es also nicht. Aber wäre es sinnvoll, wenn sich ein hochrangiger Politiker mit solchen Informationsbeschaffungen und Formulierungsaufgaben herumschlagen und dadurch seine wesentlichen Aufgaben vernachlässigen würde?

    Die meisten Reden in Politik, Wirtschaft und auch im gesellschaftlichen Bereich triefen vor Formelhaftigkeit, Gedankenlosigkeit, Langeweile; man will niemandem auf die Fersen treten, keinen Widerspruch heraufbeschwören und übt sich in der aussichtslosen Kunst, es allen recht zu tun. Solche Reden sind eine Zumutung an die Zuhörer, die aus Anstand durchhalten müssen und nicht davonlaufen können, wie es eigentlich zweckmässig wäre.

    Die Arbeit des Redenschreibers (englisch: Speech Writer) hat mehrere Vorteile: In die Rede fliessen die Gedanken, Ideen und das Wissen von 2 Personen ein; es ist eine abgewandelte, erweiterte Form des Gegenlesens . Der Schreiber kann auch mit dem Recherchieren beauftragt werden, und zudem wird er auch auf eigene Dokumentationen zurückgreifen. Dem Referenten sind die zeitraubenden Fleissarbeiten abgenommen, und er kann ihm schwer zugängliche Fakten und einen zusätzlichen Erfahrungsschatz nutzen, ohne eigene Ideen preisgeben zu müssen. Im Gegenteil: er kann sie aufstocken. Er hat eine üppige Auswahl von Elementen, die er nach Lust und Laune anwenden, nach seinem eigenen Temperament einsetzen und verwerten kann. Es ist einsehbar, dass das Resultat wesentlich besser sein wird. Und an diesem Resultat liegt schliesslich alles.

    Die Wünsche (und Auffassungen sowie Eigenarten) des Referenten stehen selbstredend immer im Vordergrund. Für einen eher zurückhaltenden Menschen wäre der populistische Stil unangebracht. Der Auftraggeber gibt der Rede den letzten persönlichen Schliff. Am Ende ist es seine Rede, vor allem auch durch die Art und Weise, wie sie vorgetragen wird.

    Er darf den Applaus getrost auf sein eigenes Konto verbuchen. Er hat unter anderem bewiesen, dass er imstande ist, die richtigen Quellen anzuzapfen. Würde das Wirtschaftsleben vermehrt nach solchen Prinzipien funktionieren, käme es zu weit weniger Pannen und Pleiten.

    Walter Hess

     


    Foto: Heinz Scholz

    Immer mit der Ruhe

    Auf einer Bank im Garten eines Rentnerehepaares in Schopfheim D entdeckte ich diese Figuren. So kann also ein friedlicher Ruhestand aussehen: Die Sonne geniessen, keine Hektik, Beschaulichkeit, genussvolles Pfeifenrauchen, Lesen und Stricken. Aber das können nur wenige Ruheständler realisieren; denn oft ist auch bei dieser Menschengattung Hektik angesagt. Man möchte schliesslich nicht „zum alten Eisen“ gehören und noch vieles erledigen. Aber vielleicht bringt das Betrachten des Bildes etwas Ruhe ins Leben der Ruheständler – und der übrigen Betrachter.

    Heinz Scholz


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