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Bethlehem

Der grosse Herodes*, im Altertum von den Römern unterstützter Herrscher des jüdischen Staates, befahl den Kindermord zu Bethlehem – so steht es im Neuen Testament (Matthäus 2,16 ff) -, um den lästigen Messias zu eliminieren, der unter den Kindern von Bethlehem heranwachsen sollte, wie die Seher prophezeiten.

Die grosse israelische Armee, heute von den USA unterstützte Herrscherin des jüdischen Staates, rückte in Bethlehem ein, um das Haus eines Palästinenserführers zu sprengen, der den Staat Israel bedrohte, wie die Politiker prophezeiten.

Das Blatt hat sich gewendet. Gemordet und prophezeit wird immer noch, am gleichen Ort, nur in einem zeitlichen Abstand von etwa 2000 Jahren. Aber weder Prophezeiungen noch Morde trugen und tragen dazu bei, das Schicksal der Völker zu wenden. Es wird sich vollziehen, wie es muss, unter Blutvergiessen und Wehklagen, einmal von dieser und einmal von der anderen Seite.

Wer Blut vergiesst, macht sich schuldig; wer wehklagt, ist unschuldig – oder doch nicht – oder umgekehrt?

Lislott Pfaff
11.2.2004

* Herodes der Grosse (um 73 – 4 v.u.Z) war um 43 v.u.Z. in römischem Dienst und sicherte mit römischer Hilfe die Herrschaft in Judäa. Herodes liess den Tempel von Jerusalem grosszügig umbauen und erweitern.
(Quelle: „Der grosse Brockhaus multimedial“ 2001)

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