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Das Gehirn verändert sich

Es ist ja wohl eine altbekannte Tatsache, dass das menschliche Gehirn lebenslang lernt. Nichtsdestotrotz konnten es Forscher der Universitäten Tübingen und Bochum nicht lassen, im Tierversuch zu zeigen, „dass die gleichzeitige Stimulation von Nervenzellen im Hirngewebe die Reizübertragung für zunächst wenige Sekunden verändert. Bei wiederholter Aktivierung blieben die Veränderungen bestehen“ und konnten nicht vollständig rückgängig gemacht werden.

Dass man für einen solchen Stuss wieder einmal Tiere quält und dann tötet, ist einfach absurd. Die Hirnforschung „in vivo“, das heisst am lebendigen Versuchsobjekt, gehört zu den grausamsten Forschungsmethoden: Um die Nervenzellen im Hirn zu stimulieren, werden über Elektroden, die an der Schädeldecke angebracht sind, Stromstösse ins Hirn geleitet, die sehr unangenehme Empfindungen bis zu Schmerzreizungen hervorrufen können. Oft werden für solche Experimente Affen oder Katzen verwendet.

Abgesehen von der Brutalität solcher Versuche sind sie für den Menschen kaum aussagefähig, da sich die zerebralen Strukturen des Menschen von jenen der Ratten, Katzen, ja sogar der Affen stark unterscheiden. Letztlich müsste man also diese Experimente mit Menschen anstellen, um wirklich klare Resultate zu erzielen. Wie wäre es, wenn sich die Forscher, um ihre wissenschaftliche Neugierde zu befriedigen, die Elektroden ins eigene Gehirn montieren würden? Sicher könnten sie damit grosse Berühmtheit erlangen.

Lislott Pfaff
Mai 2002

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