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     14. Dezember 2018, 11:30 Uhr
 


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Die Biochemiker, die am Pharmabusen saugen

„Schauplatz: Pianobar
Anschliessend werden bei einem Drink an der nebenan gelegenen Pianobar neuste Arbeiten diskutiert…“.

Das ist nicht etwa ein Bericht aus Honolulu oder einem anderen Ferienparadies. Es ist der Alltag der Basler Prominenz aus der biochemischen, der pharmakologischen, der neurologischen usw. Wissenschaft. „In der Messe Basel finden regelmässig hochdotierte Wissenschaftskongresse statt, an denen prominente Forscher aus aller Welt zu hören sind. Die häufig von Big Pharma gesponserten Veranstaltungen, an denen Grössen wie Genomforscher Craig Venter auftreten, sind ein Stelldichein der Life-Sciences-Szene“, so Stefan Stöcklin von der Basler Zeitung (28. 12. 2004).

„Wissenschaft am Nährbusen der Pharmaindustrie“, lautete der Titel des Artikels. Die Verbandelung zwischen universitärer Grundlagenforschung und Pharma lässt sich kaum prägnanter ausdrücken. Die Naturwissenschaftler und Mediziner hätten in Basel eine gute Lobby, Pharma sei Dank, schreibt Stefan Stöcklin . Und umschreibt damit die heutige Abhängigkeit der ursprünglich neutralen Universitätswissenschaftler vom goldenen Kalb am Goldenen Tor der Schweiz.

Die meisten der am nie versiegenden Basler Pharmabusen saugenden Biochemiker, Biopharmakologen, Neurobiologen usw. sind hauptberuflich an Universitätsinstituten tätig. Und nicht wenige davon betreiben Tierforschung. „Bio“ heisst „Leben“ – wenigstens linguistisch gesehen. Aber mit Leben hat die Arbeit dieser so genannten Grössen in den Life Sciences – den Wissenschaften vom Leben – nichts zu tun. Es sei denn, man halte das Manipulieren, das Zerlegen, das Zerstören von Leben für lebenswichtig. Warum zählt man erst dann zu den „Grössen“, wenn man andere zerkleinert?

Lislott Pfaff

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