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     16. August 2018, 02:01 Uhr
 


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Buchenholzasche als Zahnpasta

"Kann Buchenholzasche als natürliche Zahnpasta benützt werden? Welchen RDA-Wert weist diese auf? Wie wirkt die Asche auf Zahnschmelz und Zahnfleisch?"
u.feller@dplanet.ch

Antwort
Als gelegentlicher Zigarrenraucher sammle ich die Asche meistens, um sie als Zahnpasta zu verwenden. Sie entfaltet eine sanfte Schmirgelwirkung, ohne dem Zahnschmelz zu schaden, und ist auch unschädlich, wenn sie über den Speichel in Spuren in Ihren Organismus gerät, da sie vor allem aus Mineralstoffen besteht. Dasselbe kann von Buchenholzasche gesagt werden; meines Erachtens können Sie diese getrost gelegentlich benutzen.

RDA ist die Abkürzung für „Radioactive Dentin Abrasion“. Der RDA-Wert ist ein Mass für die abreibende Wirkung (Abrasivität) der Putzkörper auf das Dentin. Dieser Wert hängt von der Härte, Grösse und Oberflächenstruktur der Putzkörper ab, die der Zahnpasta zur mechanischen Reinigung der Zähne beigemengt sind. Eine mittlere Abrasivität liegt bei einem RDA-Wert zwischen 70 und 80 vor. Werte über 100 werden als stark abrasiv eingestuft. Je niedriger der Wert, desto schonender und schwächer reinigt das Zahnpflegeprodukt.

Es geht tatsächlich darum, die Zähne beim Putzen nicht in Schutt und Asche zu legen ... Da es kaum üblich ist, die Zähne mit Asche zu putzen (das grosse Geschäft macht man schliesslich mit Zahnpasten), finden sich in der Literatur kaum Angaben über den RDA-Wert von Buchenholzasche; ich bin jedenfalls in meiner ausgedehnten Chemie-Bibliothek nicht fündig geworden. Wegen der Inhaltsstoffe in der Holzasche wie Kalzium, Kalium als Carbonat = Pottasche, Magnesium und Phosphor muss ich annehmen, dass der RDA-Wert über 100 liegt und es somit nicht ratsam ist, die Zähne ständig mit solcher Asche zu putzen, sondern nur gelegentlich.

Zu Beschädigung der Zähne können selbstverständlich auch Zahnbürsten und abrasive Zahnpasten beitragen. Ich persönlich wechsle häufig ab und verwende gelegentlich dafür auch Kochsalz (ohne Fluor- und Jodzutaten, versteht sich), was den Zahnstein beseitigt. Und deshalb brauche ich auch keinen Zahnarzt und keine Zahnhygienikerin und habe mit meinen 68 Jahren noch vollkommen gesunde Zähne. Dazu trägt selbstverständlich eine vollwertige Ernährung entscheidend bei.

Kochsalz stärkt das Zahnfleisch; Asche aber dürfte darauf kaum eine nennenswerte Wirkung entfalten, wegen der schwachen Schmirgelwirkung wohl am ehesten eine kräftigende.

Ich hoffe gern, Ihre Frage beantwortet und Ihnen die gewünschten Entscheidungshilfen vermittelt zu haben.

Walter Hess

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