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     14. Dezember 2018, 11:58 Uhr
 


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Arnika – strahlende Schönheit hemmt Entzündungen

Die Arnika mit ihren leuchtend orange-dottergelben Blüten von strahlender Schönheit ist eine unserer wichtigsten und vielseitig anwendbaren Heilpflanzen. Die bei uns geschützte Arnika erwies sich als ein hervorragendes äusseres Mittel mit entzündungshemmender, durchblutungsfördernder und keimtötender Wirkung. Die Arnika hat aufgrund dieser Wirkung einen wichtigen Platz in der Therapie von Quetschungen, Prellungen, Blutergüssen, Verstauchungen, Entzündungen nach Insektenstichen und rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Johann Wolfgang von Goethe sagte einmal, die Pflanze gehöre zu den freien Höhen des Urgesteins und wachse an den Stufen von Götterthronen. Die Arnika liebt die Höhe und sonnige Plätze. Gedüngte Wiesen mag sie gar nicht.

Was ein Opernsänger von Kneipp bekam
„Arnika halte ich für das erste Heilmittel bei Verwundungen und kann es deshalb nicht genug empfehlen!“ Dieser Ausspruch stammt von Sebastian Kneipp, der die Arnika besonders schätzte. Der Wasserdoktor hatte aber noch eine ganz andere Verwendung für die gelbe Heilpflanze. „Wenn Ihr Priester wäret und predigen müsset, dann würde ich Euch raten, vor der Predigt mit wenig Arnika zu gurgeln, und die Stimme wird um die Hälfte besser.“ Als eines Tages ein Opernsänger, der von weit her nach Bad Wörishofen zu Pfarrer Kneipp anreiste und über seine verlorene Stimme klagte, gab er ihm den Rat, er möge doch täglich mit verdünnter Arnikatinktur gurgeln. Schon nach wenigen Tagen konnte der Sänger wieder sein Stimmorgan gebrauchen.

Auch Johann Wolfgang von Goethe schätzte die Arnika besonders, nachdem er nach einem Herzinfarkt im Jahr 1823 Arnika-Tee verabreicht bekam und bald darauf eine deutliche Besserung verspürte. Arnika war auch die letzte Arznei, die der Dichter von Hofarzt Karl Vogel an seinem Todestag bekam. Heute wird die Arnika nur äusserlich angewandt!

Bei meinen Recherchen zum Heilpflanzenbuch „Arnika und Frauenwohl“ packte mich die Reimlust und ich verfasste einige Gedichte über Heilpflanzen, darunter auch eines über die Arnika.

Die Arnika

Droben auf des Berges Höh’n
Wächst es herrlich anzuseh’n.
Goldgelb ihre Blütensterne,
leuchten schon aus weiter Ferne.

Dunderblume wird sie auch genannt,
doch – dies ist nicht allgemein bekannt –
schützen soll sie Hof und Haus
vor dem Blitzschlag und manch Graus.

Das Kräutlein hilft nicht nur bei Wunden,
es hat schon Rheuma überwunden.
Hast du verrenkt dich, blaugeschlagen,
schnell kann es deinen Schmerz verjagen.

Es wirkt bei Gicht und Hexenschuss,
bei Muskelkater, Pferdekuss.
Gern reibt der Bauer Arnika auch ein
bei kranken Eutern und manch andrer Pein.

Einst wuchs „Berwohlverleih“ auf vielen Wiesen,
zur Freude von Insekten und manch lieber Kuh,
doch heute kann er dort nicht mehr erspriessen,
denn Pestizide setzen ihm gehörig zu.

Drum lasst dies „Engelkraut“ nur stehen.
Der Bauer sollt’ es auch nicht mähen
und stets nur sparsam Biodünger streun,
auf dass sich alle Seelen weiter freun.

Heinz Scholz

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