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     17. Dezember 2018, 21:34 Uhr
 


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Feng Shui und der Computer

Jedes frühe Kulturvolk hatte sein Wissen über Energieflüsse und Harmoniegesetze, nicht allein die Chinesen, Japaner, Koreaner, Philippiner, Inder und Malaysier, die jeweils ihre eigenständigen Feng-Shui-Philosophien entwickelt haben. Auch bei uns in Europa war solches Wissen intuitiv schon seit je vorhanden, wie z.B. die Architektur-Denkmäler lehren, ebenso die Springbrunnen vor Palästen, die Wetterregeln, das Wissen um naturheilkundliche Massnahmen. Man beobachtete die Natur(-vorgänge), entwickelte instinktiv ein natürliches Empfinden für das richtige Verhalten.

Aber Computer, die heute fast in jedem Haus und meistens mehrfach anzutreffen sind, gab es damals noch nicht. Für Datenverarbeitungen war damals noch das menschliche Gehirn zuständig. Dennoch: es ist leicht möglich, alte Feng-Shui-Prinzipien auf den Bereich der modernen Rechenmaschinen zu übertragen.

Gerade erwünscht sind solche Geräte (auch Fernseher, Stereoanlagen usf.) wegen der elektromagnetischen Strahlung (Elektrosmog) zweifellos nicht; sie greifen die menschliche Aura an und schwächen die Abwehrkräfte. Als Schutzmassnahmen werden grosse echte Bergkristalle (mit der zum Bildschirm gerichteten Spitze) und/oder Rosenquarzstücke empfohlen, die vorzugsweise vor dem Bildschirm platziert werden.

Im Buch "Feng Shui" der New Yorker Journalistin und Feng-Shui-Beraterin Sarah Rossbach (Knaur-Taschenbuch 76073) liest man demgegenüber, elektronische Geräte am Arbeitsplatz könnten "positiv, belebend und anregend wirken; sie können Weisheit und Wissen steigern". Wir wollen dem nicht widersprechen; bei allen Geräten kommt es auf die Art ihres Einsatzes und wohl auch auf ihre Einbettung in die Landschaft an.

Wo sollen die Computer stehen, die durch ihre Grösse den Schreibtisch belegen? Auf jeden Fall sollte die Schreibtischplatte möglichst gross sein, wobei weiche, abgerundete Formen schöpferische Kräfte auslösen. Und eine Zimmerpflanze – es darf notfalls auch eine aus Seide sein – oder ein Gegenstand, den Sie mit Freude betrachten, entfaltet eine wunderbare Wirkung im Hinblick auf die Harmonisierung der Stimmung. Dazu trägt auch eine gute Durchlüftung der Räume bei, am besten durch das Öffnen der Fenster bei jeder Gelegenheit, damit die durch Ionen positiv aufgeladene Luft, die ermüdend wirkt, entweichen und durch frische ersetzt werden kann.

Laptops sind ideal für die Reise; doch kleine Bildschirme strengen die Augen mehr an und kleinformatige Tastaturen sind mühsam zu bedienen und bieten wenig Komfort, was sich besonders bei einer stundenlangen Arbeit nachteilig bemerkbar macht. Es wird deshalb empfohlen, die üblichen sperrigen Geräte auf einen Beistelltisch oder Schwenkarm zu stellen, damit sie bei Nichtgebrauch beiseite geschoben werden können; zum Glück sind wenigstens die ehemaligen Bildschirmkolosse inzwischen flach geworden. Die Tastatur sollte möglichst gut beleuchtet sein, insbesondere wenn es mit dem Blindschreiben hapert wie in meinem Fall.

Überhaupt sollten elektrische Geräte, die nicht unbedingt für die Erledigung der Arbeiten benötigt werden, aus dem Bereich des unmittelbaren Arbeitsplatzes entfernt werden. Denn künstlich erzeugte Energiefelder stören und konkurrenzieren das Qi (Chi, Lebensenergie, kosmischer Atem). Besondere Vorsicht sollten Schwangere walten lassen. Vollkommenes Ausschalten ist der Standby-Schaltung vorzuziehen (auch aus Gründen der Energieeinsparung).

Die Feng-Shui-Lehre nennt Ordnung als erste Bedingung, damit das Qi unbehindert fliessen kann. Auch im Computerinnern sollte Ordnung herrschen, damit die Abläufe zügig vonstatten gehen und der Gedankenfluss des Anwenders nicht durch ein ärgerliches Warten gestört und im dümmsten Moment unterbrochen wird. Die Speicherkapazitäten sind in den letzten Jahren enorm vergrössert und verbilligt worden. Gegen eine Aufhäufung wichtiger Daten ist m. E. nichts einzuwenden, sofern die Übersicht erhalten bleibt und die Arbeit durch die Bites- und Bytes-Deponien nicht behindert wird. Für Strukturierungen, Alphabetisierungen und geordnete Ablagen bieten die Computerprogramme geradezu ideale Möglichkeiten.

Zudem bringen Computer Aktenberge zum Verschwinden, die den Gedankenfluss (inklusive das Qi) ebenfalls behindert haben, wie man aus praktischer Erfahrung von den Ergebnissen aus Ämtern weiss, deren Personal unter Akten begraben worden ist. Von hier war nicht mehr viel Schlaues zu erwarten… Was erledigt ist, sollte sogleich definitiv versorgt werden, damit es nicht mehr ablenken und ermüdend wirken kann.

Und falls Sie in dieser stressigen Zeit noch immer nicht genügend beruhigt sind, lassen sie Ihre Augen eine Zeitlang auf einer Schreibtischunterlage in hellem Moosgrün oder auf Pflanzengrün ruhen, was Ihre Augen entspannt.

Walter Hess

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