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     September 21, 2019 19:52 CET
 


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Brauchen Zitronenbäumchen kalkarme Erde?

Ich habe Mühe mit meinen Zitronenbäumchen. Die Blätter sind oft gelb verfärbt und fallen ab. Man sagte mir, das könne an einem Kalküberfluss liegen. E.I., CH-8953 Dietikon ZH

Antwort: Kalk ist etwas, das Zitronenbäumchen erwiesenermassen nicht so richtig mögen. Wenn die Topferde zu viel Kalk enthält und darin gerade auch noch eine Staunässe entsteht, zeigen die Pflanzen ihr Missfallen durch gelbgrüne und gelbe Blätter an. Poröse Tontöpfe, wenn möglich ohne Untersatz, sind richtig.

Ein allfällig vorhandener Kalküberfluss verhindert, dass Eisen und Spurenelemente von den verkrusteten Wurzeln richtig aufgenommen werden können. Dann ist es höchste Zeit, serbelnde Zitronen- oder Orangenbäumchen in eine kalkarme Erde zu verpflanzen.

Als Substrat für Zitrusbäumchen eignen sich Torfersatzstoffe und Komposterde, allenfalls mit Tonbestandteilen (Lehm). Eine handelsübliche Zitruspflanzenerde besteht aus Rindenkompost, tonhaltiger Erde und pulverisiertem Bimsstein, und der pH-Wert ist zweckmässigerweise im leicht sauren Bereich. Die Bimssteinbeigabe macht das Substrat locker und wasserdurchlässig. Man kann also einen glasigen, vulkanischen Bimsstein (Hauptfundort: Liparische Inseln) mit dem Hammer und im Mörser zerkleinern und den Pflanzen in pulverisierter Form schenken, wenn man ihn für die Hühneraugenentfernung und fürs Abschaben von Hornhaut nicht mehr braucht.

Zitronenbäume (Citrus limonium) müssen selbstverständlich mit sehr kalkarmem Wasser, am besten mit Regenwasser, regelmässig gegossen werden; das gilt eigentlich für alle Pflanzen; denn es regnet ja kein Kalkwasser vom Himmel.

Zitrusbäumchen werden in einem kühlen und lichtdurchfluteten Wintergarten überwintert, im Idealfall bei rund 10°C. Den Lichtmangel, ein Charakteristikum vieler unserer Wintertage, quittieren sie mit etwas Laubabwurf.

Wer Glück hat, dem wachse ein Zitronenbäumchen, auch wenn er einen Pfahl gepflanzt habe, sagt man. Aber wenn der Pfahl in einen kalkreichen Boden gepflanzt worden ist, dürfte auch diese Redensart ihre Gültigkeit verlieren.

h.

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