Textatelier
BLOG vom: 11.10.2008

Aphorismen: Die Einsichten über Hintertreppen finden

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Es ist möglich, auch auf Hintertreppen zur Wahrheit zu kommen.
 
Das Genie: Er richtete eine Kuh so ab, dass sie ihm den Stecken wie ein Hund apportierte.
 
Wer vom Trottel Vernunft erwartet, vertrottelt seine Zeit.
 
Der menschlichen Natur sollte man nur nach Rabattabzug vertrauen.
 
Der Stillstand der Vernunft ist zeitlos.
 
Jede Ankunft und Abfahrt geschieht innert Sekunden. Dazwischen liegen die Wartezeiten.
 
Er schrieb nicht, um andere zu belehren oder zu erbauen, sondern um sie zu ärgern.
 
Blähe im Disput mit einem Gegner dessen Gründe preisend derart auf, bis sie zuletzt mit geringer Nachhilfe wie von selbst platzen.
 
Dein eigener Schatten bloss liegt zwischen dir und der Sonne.
 
Der Anstand ist ein feines Gewand, das selbst Lumpen tragen.
 
Zur Wahrheit gelangt, wer geduldig einen Backstein auf den anderen schichtet.
 
Seit er weiss, dass er einmal im Jahr um die Sonne kreist, reist er nicht mehr.
 
Zu viel Stolz hatte er getrunken – und ertrank.
 
Der Mensch ist nach wie vor reparaturbedürftig. Warum Gott sich seiner nicht annimmt, das weiss ich nicht.
 
Er jagte hinter der Zeit her und merkte nicht einmal, dass er ihr voraus war.
 
Wie kann Gott den Menschen nach seinem Bild geschaffen haben? Das ist nur dem Teufel zuzutrauen.
 
Wer deine Fehler vermeidet, kann immerhin seine eigenen begehen.
 
Der Geist schmeckt am besten mit Sauce.
 
Ich halte ihm nicht vor, dass er mich einen Dummkopf nennt, schlicht und einfach, weil er der grössere ist.
 
Zum Frühstück brauche ich nichts, ausser Kaffee und Ruhe.
 
Will man einen Menschen bewegen und sein Wohlwollen sichern, gehe man auf seine Beweggründe ein.
 
Etwas hingehen lassen? Ja, denn krumme Gedanken und Winkelzüge haben kurze Wegstrecke.
 
Aus der Scholle entquoll eine Knolle, die einem Dickschädel glich.
 
Die Vernunft ist wie ein Mühlstein. Sie zermalmt Unsinn und Einfalt.
 
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