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BLOG vom 17.12.2009


Schweinegrippe, Minarette & Co.: die Manipulationen-Seuche
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein AG (Textatelier.com)
 
Wenn die Schweinegrippe-Vorhersagen auch nur im Entferntesten zugetroffen hätten, wäre ich seit einigen Wochen tot. In Tat und Wahrheit aber schreibe ich noch munter Blogs, koche Sauerkraut mit Schweinespeck und bereite mir gelegentlich einen Glühwein zu. Praktisch alle Firmen und Schulen wären geschlossen, das Internet bräche zusammen, ebenso wie die überlasteten Ärzte, wären die Angstkampagnen wahr geworden.
 
Wenn die Meinungsforscher-Vorhersagen im Hinblick auf die Schweizer Volksabstimmung vom 29.11.2009 über das Minarettverbot zugetroffen hätten, wäre es mit 64 Prozent der Volksstimmen verworfen worden. In Tat und Wahrheit stimmten aber 57 Prozent der Stimmenden dem Denkzettel an die Muslime zu, weil deren Religion keine Trennung zwischen Religion und Staat macht. In islamischen Ländern ist dagegen nichts einzuwenden; ausserhalb davon herrschen andere Sitten. Religionen haben eine Narrenfreiheit, weshalb man sie eben im Bereich ihrer weltlichen Äusserungen zurückbinden muss, damit sie nicht zur Gefahr für demokratische Sitten und Gebräuche werden.
 
Das GfS-Institut in Bern – das Kürzel bedeutet nicht Geld für Schwachsinn, sondern Schweizerische Gesellschaft für praktische Sozialforschung – hatte sich schon Anfang 2009 bei der Frage nach der Personenfreizügigkeit um etwa 10 Prozent geirrt; weitere Umfragepleiten waren bei der Mutterschaftsversicherung (1999) und der Zuwanderungsregelung („18-Prozent-Initiative“, 2000) zu verzeichnen. Damals erkannten die Meteorologen auch das Temperatur- und Druckgefälle, das den Sturm „Lothar“ (26.12.1999) auslöste, nicht rechtzeitig, eine ebenfalls stolze Leistung.
 
Zu vielen systemischen Unzulänglichkeiten kommen die bewussten Verdrehungen. In einer Welt der Täuschungen sei das Aussprechen der Wahrheit ein revolutionärer Akt, wusste George Orwell schon 1949. Zu den Wahrheitsverdrehern gehören verschiedene Ämter, mehrere Politiker und die Mainstreammedien, die Lügen unbesehen und unkommentiert verbreiten. Das prägnanteste Beispiel liegt nahe: Aus dem alljährlich zu erwartenden, mehr oder weniger deutlich auftretenden saisonalen Grippchen, dem jeweils einige durch anderweitige Krankheiten und vor allem durch Chemikalien geschwächte Menschen zum Opfer fallen, wurde bereits im Januar 2009 von allen Mitläufern der Pharma-hörigen Weltgesundheitsorganisation WHO eine fürchterliche, rein verbale Pandemie auf Vorrat aus dem Hut gezaubert und der präventive Krisenfall ausgerufen.
 
Hier das Pandemieszenario 6.2 des schweizerischen Bundesamts für Gesundheitswesens (BAG) als Beitrag zur Volksbelustigung:
 
„Szenario 6.2 Ein Pandemievirus wird weltweit und in der Schweiz anhaltend von Mensch zu Mensch übertragen.
Mögliche Auswirkungen: Das Gesundheitssystem wird um ein Vielfaches stärker belastet als bei der saisonalen Grippe, möglicherweise Überlastung des Gesundheitssystems. Zusätzlich sind alle Bereiche des Lebens bzw. der Gesellschaft stark betroffen. Diese Krisensituation kann zu Unruhen in der Bevölkerung, Schwarzmärkten und Gewaltausbrüchen führen.
Ziel: Es muss alles daran gesetzt werden, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie so weit wie irgend möglich zu beschränken. Die Gesundheitssysteme und die lebenswichtigen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen müssen aufrechterhalten werden.“
 
Vorerst wurden einmal alle hüstelnden Menschen mit TV-Spots aufgefordert, der Arbeit/Schulausbildung fernzubleiben, und es wurden Impfstoffmengen bestellt, mit denen man das gesamte Volk gleich doppelt mit Impfschäden bestücken könnte. Vor allem Medienschaffende sind für solch einen Blödsinn hoch anfällig. Mit künstlich erzeugten Impfstoff-Verknappungssituationen wurde vom BAG versucht, die Impfbereitschaft anzukurbeln – eine Schnäppchenjagd auf Raritäten vortäuschend. Aber die dümmliche Propaganda versagte, sogar beim Pflegepersonal und bei Ärzten, deren Pharmahörigkeit offensichtlich aufhört, wenn es um die eigene Gesundheit geht.
 
Die Schweinegrippe-Impfung war kein Renner. Es braucht schon eine tüchtige Portion von Einfalt begleiteter Ignoranz, um sich solch einen Giftcocktail in den Oberarm spritzen zu lassen. Die Impfbereitschaft in der Schweiz sank angeblich auf 12 Prozent – selbstredend ist auch dieser Zahl wie allen Meinungsumfragen überhaupt nicht zu trauen. Jedenfalls kamen sich einige Impfstellen derart überflüssig vor, dass sie den Laden gleich wieder geschlossen haben.
 
Ich habe schon einmal vorgeschlagen, das BAG aus Gründen des Gesundheitsschutzes abzuschaffen, nachdem wir von dort bisher nur mit krankmachendem Unsinn torpediert worden sind. Und nach all den bisher akzentuierten Erfahrungen muss diese Forderung zwingend noch erweitert werden: Es muss untersucht werden, wie es zu den gravierenden Fehlprognosen mit der damit zusammenhängenden Millionenverschleuderung kommen konnte und ob bloss Schwachsinn oder auch Korruption im Spiele war. Zudem wären die Verbindungen Pharmaindustrie/WHO sowie WHO/BAG (und andere eingebundene Gesundheitsämter, die globale Vorgaben landestypisch umzumünzen haben) offenzulegen.
 
Jeder Unfall, bei dem Menschen oder Material zu Schaden kommen, zieht Konsequenzen nach sich. Man untersucht, wie es dazu kommen konnte und welche Massnahmen nötig sind, damit sich solches in Zukunft nicht mehr ereignet, wobei man sich nicht scheut, weit übers Ziel hinauszuschiessen und Aspekte der Eigenverantwortlichkeit zu ignorieren. Nur wenn Ämter die Bevölkerung durch Werbung und den Missbrauch unbedarfter Journalisten, Moderatoren und Redaktoren gesundheitlichen und materiellen Schaden grossen Stils anrichten, soll das keine Konsequenzen haben. Da stimmen die Proportionen doch nicht mehr.
 
Orwell hatte Recht, wenn er durchblicken liess, dass die Menschen nach Strich und Faden verschaukelt werden. In der Schweiz wurde das inzwischen wenigstens mit Bezug auf die grassierende Meinungsumfragen-Unkultur nach US-Muster erkannt. Ich habe im Blog vom 19.12.2008, also schon vor ziemlich genau 1 Jahr, darauf hingewiesen: „Der Unsinn von Prognosen, Prophetien, Meinungsumfragen.“ Mit frei erfundenen oder durch eine gezielte Befragten-Auswahl manipulierten Zahlen wird dabei auf die politische Meinungsbildung Einfluss genommen; oft sind sie einfach unprofessionell (laut Bundesrat Moritz Leuenberger). Deshalb liegt SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli einmal mehr vollkommen richtig, wenn er beantragt, Umfragen zu Abstimmungen und Wahlen in den Staatsmedien gleich vollständig zu verbieten. Dazu möchte ich beifügen, dass die Gefahr tatsächlich besteht, dass sich die publizierten Zahlen im schwachsinnigen Teil der Mitläufergesellschaft selber erfüllen. Mörgeli drückte sich für einmal ausnahmsweise diplomatischer aus: Es sei demokratiepolitisch heikel, denn solche Zahlen beeinflussten das Resultat.
 
Wie wär’s, wenn wir endlich lernen würden, auch aus Desinformationen Lehren zu ziehen? Statt wie die Ratten hinter dem Rattenfänger von Hameln herzuziehen, müssten die braven, unschuldigen Tiere mit etwas besseren Geistesgaben ausstaffiert und die Fänger aus dem medialen Verkehr gezogen werden.
 
„Die Ratte lebt vom Abfall, der Künstler vom Einfall und der Schlüsseldienst vom Zufall“, schrieb Erhard H. Bellermann in seinem Buch „Dümmer for One“. Der dazu passende Einfall: Weil es für den wachsenden Abfall zu wenig Ratten gibt, muss halt die Kehrichtbeseitigung ausgebaut werden.
 
Hinweis auf das Blog über Meinungsumfragen
 
Analytische Blogs zur Schweinegrippe von Martin Eitel
05.09.2009: Schweinegrippe, Schweinegrippespritzen, Impfstoffschäden
 
Hinweis auf weitere Blogs zur Vogelgrippe und Schweinegrippe
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