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BLOG vom 24.05.2010


Reaktionen auf Blogs (93): Umherziehende Firmen-Ruinierer
Autor: Walter Hess, Publizist, Biberstein/AG CH (Textatelier.com)
 
Die Ideologie des transnationalen Neoliberalismus, diese aktuelle Form des überbordeten Kapitalismus, bringt täglich neue Hinweise dafür hervor, dass sie in den Ruin führt. Umgekehrt gibt es Beispiele dafür, dass gerade eine unangepasste, quer in der Landschaft stehende Wirtschaftsweise zu Erfolg, Umwelt- und Sozialverträglichkeit führt. Die Swatch Group belegt dies, wie im Blog vom 15.05.2010 (Swatch: Von den Weltuntergangsstimmungen unbeeindruckt)  berichtet. Dr. Martin Eitel (E-Mail: m.eitel@gmx.net) hat ergänzend schwungvoll kommentiert:
 
Swatch scheint wohl einer der ziemlich wenigen Konzerne zu sein, die heute noch ihren wirtschaftlichen Erfolg auf dem Markt mit der Umwelt (im weiteren Sinn, also nicht nur der Natur) in Einklang zu bringen versuchen. Demgegenüber nimmt die Zahl der transnationalen Unternehmen zu, die von einer Art internationaler Söldner geführt werden, die, wenn sie ein Unternehmen ruiniert haben, zum nächsten wechseln und die vorrangig die kurzfristigen finanziellen Interessen ihrer Hintermänner im Blick haben.
 
Was als Neoliberalismus und Globalisierung bezeichnet wird, hat in Wahrheit allerdings mit (freier) Marktwirtschaft recht wenig zu tun.
 
Tatsächlich spielen solche transnationale Konzerne nicht selten Regierungen verschiedener Länder gegeneinander aus und lassen sich für ein paar Jahre mit Zweigniederlassungen dort nieder, wo sie die höchsten staatlichen Fördermittel einsacken können. Nur mit der von den gleichgeschalteten Mainstream-Medien verwendeten semantischen Begriffsverwirrung kann das als marktwirtschaftliche Politik bezeichnet werden. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Es geht um einen ruinösen Subventionswettlauf, der die Volkswirtschaften ausplündert und eine von mehreren Ursachen der Schuldenwirtschaft ist, die durch die steigende Zinslast die Gestaltungsmöglichkeiten der Politik immer mehr einengt und zum Staatsbankrott von manchen Staaten führen kann.
 
Die Entstehung und die Vergrösserung solcher transnationalen Konzerne, deren Finanzkraft nicht selten die von Staaten übersteigt, ist Folge eines Politikversagens insbesondere im Bereich des Wettbewerbs- und Kartellrechts. Viele Staaten haben solche grössenwahnsinnigen und den Wettbewerb gefährdenden Zusammenschlüsse als Ausnahmen zugelassen, oft weil sie damit im eigenen Land ein Gegengewicht zu ausländischen Grossunternehmen schaffen wollten, und haben damit im Ergebnis die demokratisch legitimierten Institutionen immer mehr entmachtet. Gleichzeitig haben sich die gewählten Repräsentanten erpressbar gemacht, weil solche transnationalen Konzerne Regierungen und Parlamente mit der Androhung von Entlassungen und / oder Arbeitsplatzverlagerungen zu unsittlichen Zugeständnissen veranlassen können und weil (wie kürzlich unter dem Thema too big to fail beschrieben) eine drohende Pleite solcher als systemrelevant deklarierter Konglomerate dazu führt, dass unter Ausschaltung marktwirtschaftlicher Prinzipien die Gemeinschaft der Steuerzahler den Grössenwahn finanzieren soll.
 
Marktwirtschaft ‒ richtig verstanden ‒ umfasst aber eben auch das Scheitern, auch bei grössenwahnsinnigen Zusammenschlüssen. So wie die Anteilseigner die Vorteile solcher Konglomerate für sich reklamieren, haben sie selbstverständlich auch die Verluste zu tragen und können nicht die Rettung durch die Gemeinschaft der Steuerzahler erwarten. Wer als Anteilseigner die bezahlten Fremdgeschäftsführer wie Söldner weitgehend unbeaufsichtigt agieren lässt, muss dann auch selbst die Folgen eines solchen Grössenwahns tragen und seine Anlage gegebenenfalls abschreiben, ohne staatliche Rettungspakete erwarten zu können.
 
Bei der Globalisierung, die den Bevölkerungen im Westen gern als Erfolgsmodell für sie verkauft wird, ist es nicht anders. Die Globalisierung ist das Ziel von privaten Organisationen der Geldelite wie der von Rockefeller 1973 initiierten Trilateralen Kommission (www.trilateral.org) und ähnlichen Einrichtungen, die sich im Hintergrund hinter den gewählten Politikern als Strippenzieher betätigen und mit einem Heer von bezahlten Lobbyisten Einfluss auf die Politik und die Gesetzgebung nehmen. Langfristig wird die Globalisierung zu einer Verarmung grosser Teile der westlichen Bevölkerungen führen. Auch hier gelingt es aber mit semantischem Betrug und den gleichgeschalteten Mainstream-Medien, der überwiegenden Mehrheit der mit schwachsinnigen Unterhaltungsprogrammen verdummten Bevölkerung dies als Erfolgsmodell für die breite Masse zu verkaufen.
 
Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass Gruppierungen und Parteien wie z. B. SVP, FPÖ und BZÖ trotz der üblen Berichterstattung in den gleichgeschalteten Mainstream-Medien immer grössere Zustimmung erzielen. Dies entspricht dem erfreulicherweise zunehmenden Trend zur Regionalisierung als Gegenströmung zur Globalisierung.
 
Landschaftsverunstaltungen
Im Blog vom 27.11.2007 und 2 nachfolgenden Arbeiten hat der Ökologe Heiner Keller aus eigener Anschauung über die Einebnung von Landschaftsformen im Interesse einer rationelleren Bewirtschaftung geschrieben: „Aufschüttungen: Landschaften unter Druck und Dreck (1)“. Harry Wyder aus Gerlafingen im solothurnischen Wasseramt (E-Mail: hwyder@solnet.ch) hat die kritische Blog-Trilogie gelesen und festgestellt:
 
Leider wird überall so gewurstelt. Nicht mehr die Fähigsten werden in die Räte gewählt, sondern jene, die Probleme nicht erkennen wollen, also nicht volksfreundlich eingestellt sind.
 
Ich kann Ihnen auch ein Lied singen, das ganz in meinem Wohnort geschehen ist: Vor ungefähr 6 Jahren wurde der Eichholzwald zum Teil kahl geschlagen. Auf meine Stellungsname hin wurde ich abgekanzelt. Dies geschah mit dem Hinweis, das sei eben ein Pensionierter, der habe halt Zeit für solche Schnüffeleien.
 
Dies wäre etwas für Sie, Herr Keller! Gerne würde ich Ihnen den so schönen einstigen Wald zeigen und was die Bürgergemeinde Derendingen SO daraus gemacht hat.
 
Mit freundlichen Grüssen
Harry Wyder, Gerlafingen
 
Grüsse aus dem Tempelhof
Mein Blog vom 27.04.2010 (Nur der eitle Zeus kann den Tempelhof Uffikon noch retten) befasste sich mit einem vereinfachten Nachbau eines griechischen Tempels auf einer landwirtschaftlich genutzten Anhöhe des Luzerner Hinterlands, in Uffikon. Darauf erhielt ich einen freundlichen Brief vom Bauern und Erbauern, Bernhard Zemp:
 
Lieber Herr Walter Hess,
herzlichen Dank für Ihr Mail und herzliche Gratulation für die treffenden Gedanken zu unserem Tempelhof Uffikon.
 
Ich hatte einfach viel Glück in meinem Leben, und einige Zufälligkeiten sind mir zugefallen. So ist das Projekt Tempelhof Uffikon entstanden.
 
Für mich als Besitzer und Betreiber des Tempelhofes erlebe ich viel Freude, obwohl jetzt im Moment eine fordernde Zeit ist, ich mache das Beste daraus, für mich ist Forderung = Förderung.
 
Sonnige Grüsse,
gerne höre ich wieder einmal von Ihnen,
herzlich,
 
Bernhard Zemp
 
Webseite für Pensionierte
Ich bin Präsidentin der DPVV Deutschschweizer Pensioniertenvereinigung der Vaudoise Versicherungen. Ich gestalte gerade eine Homepage für unseren Verein. Sind Sie einverstanden, dass ich Ihre Super-Homepage als LINK einfüge?
 
Freundliche Grüsse
Roswitha Stähli“
 
Selbstverständlich habe ich mein Ja-Wort gern gegeben. Die schön, geschmackvoll gestaltete, anregende Seite ist inzwischen aufgeschaltet: http://www.dpvv.ch
 
Das Textatelier.com ist unter „Blog-Perlen“ verlinkt und mit dem Prädikaten „Schreiberinnen und Schreiber von Format“ versehen.
 
Für diese nette Erwähnung bedanke ich mich im Namen aller Schreiber. Wenn wir je eine Motivation zu neuem Schreiben gebraucht hätten ... hier wäre sie!
 
Hinweis auf die bisher erschienenen „Reaktionen auf Blogs“
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