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BLOG vom 03.11.2014


Abseits der Langeweile: Das Lokalkolorit sei gepriesen
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
 
Das Lokalkolorit wartet uns allen auf, sei es im Blickfeld unserer häuslichen Umwelt, sei es auf Reisen in der Heimat oder im Ausland. Das Wort Kolorit bezieht sich auf Farben in den Pigmenten und umschliesst auch musikalische Klangfarben, worunter den Gesang der Singvögel. Einige dieser Aspekte möchte ich in diesem Aufsatz lokalisieren und darauf aufmerksam machen, wie der Herbst die Blätter bunt färbt, ehe sie der Wind von den Ästen weht.
 
Bin ich zufällig im Herbst in meiner Heimatstadt Basel, tummle ich mich gern auf der Herbstmesse auf dem Petersplatz. Ich schnuppere dort den Duft heisser Bratwürste und durchstöbere die Stände der Buchantiquare, bewundere buntfarbige Textilien. Kinder zerren ihre Mütter und Väter zu den Lebkuchenständen. Nachdem ich eine Bratwurst verzehrt habe, wähle ich ein „Biberli” (Mandelgebäck) als Dessert.
 
Als Stadtmensch habe ich den engeren Anschluss an die Natur, diese Inspiration der Maler und Poeten, mehr und mehr verloren. Aber ich kann sie nachempfinden in ihren Werken. Wer dafür empfänglich ist, darf sich glücklich preisen.
 
Das Lokalkolorit findet sich abseits der öden und langweiligen Sammelplätze der Kettengeschäfte und Warenhäuser in der Stadtmitte. Stattdessen sind Altstadtgässchen mit ihren Krämerläden aller Art mein Ziel. Selbst dort nisten sich die McDonald's ein! Ich halte Ausschau nach architektonischen Trouvaillen. Meine Augen klettern an Fassaden empor und klammern sich an baulichem Zierrat, wie etwa in meinem Blog vom 22.12.2005 Lichtblicke in Leiden NL – „Stad van Ontdekkingen“ geschildert.
 
Unterwegs plaudere ich gerne mit Einheimischen. Was man dabei vom lokal eingefärbten Meinungsspiegel nicht alles erfährt! Ich berufe mich in diesem Zusammenhang auf ein weiteres Blog – diesmal aus meinem Schweizer Reiseraster: 14.09.2005 Schweizerreise „Zum alten Knochen“ mit „Herrgöttchen“.
 
Je weiter man sich aus der eingestanzten Einheitswelt rettet, desto mehr Freude wartet einem auf. Die eingesammelten solcher lokalen Reminiszenzen bleiben haften.
 
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