Textatelier
BLOG vom: 15.05.2015

Mai-Aphorismen: Der Leichtsinn treibt dem Abgrund zu

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
 
Was wir links liegen lassen, kann rechts wieder auftauchen.
 
Die Lebenserfahrung dauert länger als andere Erfahrung.
 
Im Notizblock und in Kalendereinträgen verwelken gute Vorsätze.
 
Wo Regentropfen sich miteinander vermählen, herrscht das Gewitter.
 
Das Laufgitter verhindert Hürdensprünge.
 
Proviant muss mit Vorsorge gewählt und verzehrt werden, ehe er verschimmelt.
 
Mit Beleidigungen wird nichts ausser Hass geschürt.
 
Der Idealist verzerrt die Wirklichkeit.
 
Die Spanne Glück lässt sich verlängern, wer es in kleinen Portionen geniesst.
 
Leichtsinn treibt dem Abgrund zu.
 
Merkzettel sind wirksamere Gedankenstützen als Notizen.
 
Wer sich dem Diktat unterwirft, wirft sein Ruder über Bord.
 
Argwohn versalzt das Leben.
 
Wer seine Absichten verhüllt, bleibt unbehelligt, bis er sein Ziel erreicht hat.
 
Die Devise, im Sinne von Leitspruch, ist nicht im Devisenhandel erhältlich.
 
Am besten verköstige man sich mit lauteren Gedanken und mit gesunder Kost.
Das verhindert Kopfschmerzen und erst noch Bauchgrimmen.
 
 
Hinweis auf weitere Aphorismen von Emil Baschnonga