Textatelier
BLOG vom: 13.09.2015

September-Aphorismen: Zeit gewinnen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Wettervorhersage: Je mehr Sonnenschein angekündigt wird, desto rascher ballen sich die Regenwolken.

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Manchmal muss man die Uhr stilllegen, um Zeit zu gewinnen.

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Die Aufzucht von Gedanken braucht einen guten Nährboden.

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Ein kühler Kopf bewahrt, wer sich nicht ins Bockshorn jagen lässt.

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Es gibt nur eine Aristokratie: Die des Geistes.

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Du bist weise, wenn du weisst, dass die Weisheit ihre Grenzen hat.

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Zwischen Wasser und Wein scheiden sich die Gemüter.

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Der innere Wert ist immer mehr wert als der veräusserte.

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Je älter man wird, desto rascher zerrinnen die Wochen wie Sand durch die Finger.

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Die Spiele des Kindes sind Vorspiele, die unser Verhalten als Erwachsene mitprägen. Knifflige Probleme lassen sich leichter spielerisch angehen und lösen. Mit anderen Worten, man muss dann bei der Lösung eines Problems weniger hart knorzen. Aus dem homo ludens (spielerischer Mensch) entwickelt sich der homo sapiens (der weise Mensch).

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Der Tanz ums goldene Kalb: Kalbereien erheitern, zumal vom Spassvogel dargeboten.

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Zu viel Schnaps verdirbt den Spass.
 

 


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