Textatelier
BLOG vom: 28.10.2015

Frisch geprägte Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London

 


Einsichten gewinnt, wer zwischen Zeilen liest.

 *

Auch Gedankenketten fesseln. Von diesen lasse ich mich gern fesseln.

 *

Wer entschlüpfen will, muss zuerst ein Schlupfloch gefunden haben.

 *

Der Egoist: Jemand einen Gefallen erweisen … Dieser Jemand bin ich allein.

 *

Wozu sich regen und bewegen, um bloss von einer Pause zur anderen zu gelangen?

 *

Warum begründen, was auf der Hand liegt?

 *

Gedulde dich und deine Stunde wird kommen, selbst wenn sie nur eine Stunde dauert.

 *

Erwartungen lassen lange auf sich warten und kommen meistens anders als erwartet.

 *

Zwischen gut und böse lässt sich nicht sieben. Sie scheiden von sich selbst, wer sie auseinander hält.

 *

Wer sich vom Gängelband führen lässt, kann dem Appell der Vernunft nicht folgen.

 *

Das Erleben erlabt und erfreut am wirksamsten, wenn gütlich geteilt.

 *

Die Wertschätzung gewinnt, sofern sie auf echten Werten beruht. Doch diese werden leicht verkannt und missachtet.

 *

Die Jugend kann der Tugend nichts abgewinnen, angesichts eines hübschen Mädchens.

 


*
*    *