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BLOG vom 04.12.2015


IS: Die Welt in Aufruhr

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Die Medien überfluten mit Gräuelnachrichten: Die Attentate in Paris und auf Brüssel übergreifend, die Abschüsse von russischen Flugzeugen, der Bombenhagel in Syrien, der Flüchtlingsströme auslöst.

IS (Islamic State), tief von untergründigem Hass getrieben, lodert jetzt mit verheerenden Folgen auf, wie unschuldige Menschen kaltblütig von wenigen Terroristen grausam niedergemetzelt wurden. Der von IS ausgelöste asymetrische Krieg hat sich in Europa eingenistet. Prompt hat der französische Präsident den Krieg gegen diese fanatischen Islamisten erklärt. Hat er damit die IS-Schlagader getroffen. Wahrscheinlich nicht.

Diese sogenannten Islamisten haben den Koran vergewaltigt. Sie haben sich sogar als Hassprediger in etliche Moscheen eingeschlichen.

Dabei bleibt das militärische Fiasko der westlichen Streitkräfte in Irak und Afghanistan als Treibfeder der gegenwärtigen Misere weitgehend übersehen, mitsamt den einstigen brutalen Eroberungen westlicher Kolonialmächte in Nordafrika, Pakistan, Indien, sich von Südafrika aufwärts durch ganz Afrika und anderswo ausbreitend, Südamerika inbegriffen.

Der britische Premier David Cameron rangelt gegenwärtig um Vollmacht des Parlaments, damit auch Grossbritannien im Krieg mithalten kann. Der USA Präsident Obama liess sich inzwischen verlautbaren: “We are all French now” (Wir sind jetzt alle Franzosen).

Dieser Kreuzzug gegen IS ist emotiv geladen. Die Vernunft hat ausgespielt. Eine ausgewogene Strategie fehlt. IS hat taktische Oberhand gewonnen. Die Terrorwelle wird sich folglich ausbreiten. Die Geschäfte der Waffenlieferanten florieren. Die finanziellen IS-Drahtzieher, worunter ganz besonders Saudi-Arabien, unterstützen weiterhin unbehindert den “Islamic State”. Schlittert die Welt in den 3. Weltkrieg? Wer Anknüpfungspunkte zum Dialog mit dem “Erzfeind” vorschlägt, wird als Pazifist gebrandmarkt. Unterdessen ist das Schicksal der Flüchtlinge von den sensationsgierigen Medien an den Rand gerückt.

 


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