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BLOG vom 08.02.2016


Käsespätzle können nicht nur Schwäbinnen machen

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D

 

In diesem Blog werde ich ein im schwäbischen, badischen und österreichischen Kulturraum weit verbreitetes Gericht vorstellen. Es sind nicht nur einfache Spätzle, sondern Käsespätzle, eine Kombination mit Zwiebeln und Käse. Aufgepasst! Die Speise ist nicht für „Dickbäuche“ gedacht, da sie kalorienreich, aber auch sättigend ist.

Früher war ich der Ansicht, nur die Schwäbin weiss mit Mehl vorzügliche, geschabte Spätzle und Knöpfle herzustellen. Das war ein Irrtum. Inzwischen sind auch andere Hobbyköche und Köchinnen in der Lage, gute Spätzle herzustellen. Wem das zu viel Aufwand ist, kann auch fertige Spätzle, die es inzwischen im Lebensmittelhandel überall gibt, verwenden.

Anmerkung: Spätzle können mittels Teigschaber oder Spätzlepresse hergestellt werden.
Eine weitere Spezialität in Baden-Württemberg sind Maultaschen. Anlässlich eines Besuches beim Ipa-Verlag in Vaihingen an der Enz konnte ich in einer urigen Wirtschaft unter einer ganzen Reihe verschiedener Spätzle- und Maultaschen-Zubereitungen wählen. So gab es eine bunte Spätzlepfanne (mit Schinken, Paprika, Petersilie), überbackene Spinatspätzle, Spätzle-Hack-Auflauf, Leber-, Kraut-, Kräuter- und Käsespätzle und mit Zwiebeln überbackene und mit Hack oder Käse gefüllte Maultaschen. Da konnte ich mich so richtig satt essen. Mein Magen schwoll in ungeahnte Dicke an. Als Schlanker konnte ich mir dies erlauben.
Nun folgt die Zubereitung der Käsespätzle, wie wir sich machen und von allen begeisternd gefuttert werden.

Zutaten:
500 g Mehl
4 Eier
2 gestrichene Teelöffel Salz
Wasser
200 g geriebener Emmentaler
2-3  Zwiebeln (gewürfelt und mit Butter in der Pfanne bräunen, man könnte aber auch Röstzwiebeln verwenden, besser schmecken jedoch selbst gebräunte)
1 Esslöffel Butter

Zubereitung:
Aus Mehl, Eier, Salz und Wasser einen Teig herstellen und diesen dann in kochendes, gesalzenes  Wasser schaben, einige Minuten garen. Die fertigen Spätzle schwimmen.

Die gegarten Spätzle in eine gefettete feuerfeste Form schichtweise mit Käse und Zwiebeln geben. Zum Abschluss etwas Käse und Butter aufstreuen. Dann in die Backröhre schieben, ca. 10 bis 15 Minuten bei 180-200 Grad, der Käse sollte zerlaufen und eine leicht hellbraune Farbe haben.

Die Käsespätzle werden mit einem grünen Salat serviert.

Guten Appetit!

Alternativen
Landfrauen bereiten die Käsespatzen, wie oben beschrieben, vor. Aber mit einer kleinen Änderung: Die in Butter braun gerösteten Zwiebelringe werden über die fertigen Käsespatzen (so nennt man auch die Käsespätzle) gegeben.
Dies wird auch in der alten österreichischen Küche so praktiziert. 

Wer keinen Käse und keine Zwiebeln möchte, kann die in Butter leicht geschwenkten Spätzle zu Fleischgerichten mit Sosse servieren. Bei uns kommt ab und zu ein Linseneintopf mit Spätzle auf den Tisch. Das schmeckt unvergleichlich gut.

Internet
www.chefkoch.de

Literatur
Elser, Elfriede und Landfrauen: „Gutes aus Gottes Garten“ (Bäuerliche Kost rund um den Bussen),, Geiselmann PrintKommunikation, Laupheim (ohne Jahresangabe).
Ruhm, Gisela, Henrietta:  „Alte österreichische Küche“, area Verlag, Erftstadt 2004.

 

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