Textatelier
BLOG vom: 07.03.2016

Merkzettel: Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Erst wenn Schulden drücken, erwacht das Schuldbewusstsein.

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Der Denker mischt seine Denkweise aufs Thema abgestimmt wie der Maler seine Palette aufs Bild bedacht.

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Komme was wolle, sagte der Setzkopf, bis ihm ein anderer in die Quere kam.

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Kleine Fehler belieben sich zu bauschen. Kleinen Lügen entwachsen grosse.

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Unter Druck gesetzt schuften wir viel zu viel und schaffen viel zu wenig.

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Der Teufel schleicht sich geschmeidig und hinterhältig in uns ein und treibt uns in die Sündenfalle. Wer das weiss und merkt, entkommt ihm.

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Im Schattenloch erkennt man die Sonne am besten.

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Dem Schmeichler ist nicht zu trauen. Sein Zuckerguss des Lobs soll niemand auflecken.

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Zur Zukunft gelangt man über die Vergangenheit hinweg. Das kann mitunter ein langer Umweg sein.

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Beim besten Willen lässt sich nichts erzwingen, was ausserhalb unserer Fähigkeiten liegt.

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Ich kann nicht in einer Glaubensgemeinschaft beten, denn ich will unabhängig bleiben.

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Lapidar ausgedrückt ersetzt das Wortgefasel.

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Aus eigenem Antrieb gelingt mehr, was fremder nicht erbringt.

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Die Sonne in England zwinkert uns zu und foppt uns fortwährend.

 


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