Textatelier
BLOG vom: 06.06.2018

Üppige Blütenpracht in paradiesischen Gärten

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D

 


Ein Teil des Gartens
 

In der Vergangenheit besuchte ich im Rahmen der Veranstaltung „Tag des offenen Gartentors“ so manchen Bauerngarten. Mir wurde bewusst, mit welchem Einsatz die Liebhaber ihre Gärten pflegen.
Die folgenden Sprüche, die ich hörte, sind einprägsam und richtig: „Der kleinste Weg zur Gesundheit ist der Weg in den Garten“, „Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies“, „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.“

In Schopfheim gibt es viele Gärten, die liebevoll gepflegt werden. Besonders eindrucksvoll ist der prächtige Garten von Alice Kneusslin in Schopfheim-Fahrnau. Wer hier vorbeigeht, ist immer wieder von der Blütenpracht der Pflanzen fasziniert. Kaum waren die vielfarbigen Primeln, die überall im Garten gut gedeihen, verblüht, zeigen sich innert weniger Wochen ganz neue Blütenpflanzen. Zurzeit blüht der Rhododendron, die Iris, Mohnblumen, die Akelei, der Schwarzkümmel (die Blüte wird „Jungfrau im Grünen“ genannt), die Türkenbund-Lilie. Auch die Rosen, die sich am hinteren Aufgang zum Haus an einem Geländer hochschlängeln entwickelten sich prächtig. Vor dem Aufgang ist ein Zitronenbäumchen mit gut entwickelten Zitronen zu sehen.

Die 81-jährige Alice Kneusslin betreibt ihren Garten schon seit fast 50 Jahren. Sie ist immer noch hoch motiviert und verbringt im Frühjahr und Sommer viele Stunden täglich im Garten. An den Wochenenden hat sie eine Unterstützung durch ihre Tochter Anita.

 


Geflecktes Knabenkraut
 

Wichtig ist ein gesunder Rücken
 „Was man für die Gartenarbeit braucht, ist ein stählerner Rücken mit einem Scharnier“. Dieser Spruch von Charles Ward Beecher stimmt, wie Frau Kneusslin mir bestätigte. Auch das Unkrautjäten bringt viel Arbeit mit sich. Das wusste schon William Shakespeare, der einmal diesen Spruch von sich gab: „Schöne Blumen wachsen langsam, nur das Unkraut hat es eilig!“

Ginkgo und ein Tulpenbaum
Man ist überrascht, was hier im Garten gedeiht. Es sind nicht nur Blütenpflanzen und Rhododendronsträucher, sondern auch prächtige Bäume, wie Fichte, Arve, Latschenkiefer, Judasbaum, Eibe, Thuja, Kornelkirsche, Tulpenbaum, Linde, Ginkgo und einige Obstbäume.  Auf einem Baum brütete vor einem Jahr sogar ein Waldohreulenpärchen. Dieses flog dann mit 3 Jungen davon.
Zwischen Steingärten und im Wäldchen stehen von der Tochter besorgte originelle Tonfiguren. Sie geben dem Garten einen besonderen Reiz.

Eine Bienennährpflanze
Ewas abseits des blumenreichen Gartens gedeihen ein Nektarinenbäumchen, ein Mahoniebusch und ein prächtiger Kornelkirschenbaum. Davor sind Bienenkästen aufgestellt. Ein Imker betreut die Bienenvölker. Wichtig ist, dass die Bienen genügend Nahrung schon im beginnenden Frühjahr bekommen. „Der frühblühende Kornelkirschenbaum ist jedes Jahr mit vielen Tausenden von kleinen goldgelben Blüten übersäht. Er ist eine wichtige Bienennährpflanze“, wie Frau Kneusslin bemerkte.
Überall im Garten wachsen immergrüne Sträucher der Mahonie. Auffallend sind die traubigen Blütenstände mit ihren duftenden gelben Blüten. Auch andere Blütenpflanzen sind ein schöner Blickfang, nämlich das Leberblümchen, das Kaukasische Vergissmeinnicht, die Traubenhyazinthe, die Türkenbund-Lilie und die Küchenschelle. Im Wäldchen gedeiht sogar eine Orchidee, nämlich das Gefleckte Knabenkraut.

Primeln sind sehr fruchtbar
„Die Primeln wachsen jedes Jahr aus der Erde. Ich brauche sie nie mehr aussäen,“ erklärte die Gartenliebhaberin. Kein Wunder, die Kapselfrüchte, die sich bei Reife öffnen, geben 10 bis 100 Samen frei. In ihrem Garten sind auch schöne Exemplare der Kugelprimel. 2014 gab die Deutsche Post eine Briefmarke mit einem Kugelprimelmotiv im Wert von 80 Cent heraus.

 


Rhododendron
 

Dreiblatt, Schachblume
Eine Besonderheit ist das Dreiblatt (auch Waldlilie oder Dreizipfellilie genannt) mit 3 Blättern und 3 Blütenblättern.
Sehr schön anzusehen ist die Schachblume, die schachbrettartig weißlich und rotbraun gemustert ist. In der freien Natur ist sie selten. Sie ist gefährdet, weil Unvernünftige die Pflanze pflücken oder die Zwiebel ausgraben.
Es lohnt sich, den prächtigen und einzigartigen Garten in Augenschein zu nehmen. Die Besitzerin ist immer erfreut, wenn sich Gäste für den Garten interessieren.

Anmerkung: Ein Bericht von mir mit dem Titel „In Fahrnau gedeiht ein Paradies“ wurde am 26.05.2018 in der „Badischen Zeitung“ (Ausgabe Schopfheim) publiziert. Der Artikel wurde erst nach 3 Wochen nach Abgabe publiziert. Es konnten somit nicht die neueste Blütenpracht im Garten veröffentlich werden.
In dem vorliegenden erweiterten Blog wird die aktuelle Blütenpracht präsentiert.

 


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