Textatelier
BLOG vom: 23.01.2008

Aphorismen zur Sache, der man auf die Schliche kommt

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
Nachstehend eine Auswahl alter und neuer Aphorismen, die der Sache auf die Schliche kommen wollen:
 
Die Hauptsache ist dort meistens Nebensache.
*
Faust-Regel: Damit lässt sich keine Sache anpacken.
*
Ein Pfuscher in eigener wird mitunter ein tüchtiger Kritiker in fremder Sache.
*
Wer jemand mit kalten Füssen für seine Sache gewinnen will, biete ihm zuerst einen Fusswärmer an.
*
Nichts beeindruckte ihn mehr als Sachwerte.
*
Die Kunst, sachlich zu bleiben, kann sich auch im Stillschweigen äussern, besonders dann, wenn jemand dumm gackert.
*
„Diese Sache interessiert mich überhaupt nicht“, sagt einer, dem es an Sachwissen gebricht.
*
Zur Sache kommen die Leute am raschesten, wenn es ums Essen und Trinken geht.
*
In jeder Sache nur seine Sache sehen: Was kann ich für mich abzweigen?
*
Tatsachen lassen sich verdrehen, bemänteln und verleugnen. Das alles verändert die Tatsachen nicht.
*
Wer als Erwachsener noch Freude an Spielsachen hat, ist ein Glückspilz.
*
Zur Sache kommen wenige – und selbst dann erst auf langwierigen Umwegen. Sind sie endlich bei der Sache angelangt, bleiben sie an ihr kleben.
*
Es gibt viele Sachen, die des Aufhebens nicht wert sind.
*
Das Zeug ist ein Ding, das zu keiner Sache führt.
*
Es bekommt der Sache, ihre Ursachen zu ergründen.
*
Missglückt eine Sache, gibt es zum Glück viele andere, die sie ersetzen können.
*
Die Sache verbessert sich, wenn man an ihr übt und sie wiederholt. Damit behandelt man sie schliesslich sachgerecht.
*
Gilt es die Sache zu schieben oder zu ziehen? Einerlei, solange sie sich vorwärts bewegt.
*
Die Sache bleibt trocken und spröde, es sei denn man erhebe sie zur Herzenssache.
 
Hinweis auf weitere Aphorismen-Blogs von Emil Baschnonga