Textatelier
BLOG vom: 16.08.2014

Aphorismen: Ansichten, Aussichten und Einsichten

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
 
 
 
Kleine Fehler häufen sich. Das ist ihr Hauptfehler.
 
Jeder Spruch birgt seinen Widerspruch.
 
Zuweilen gilt es zu verweilen im Lebensgang, um sich zu erlaben.
 
Am Gewinn wollen alle beteiligt sein, doch nicht am Risiko.
 
Wer sich zu viel zumutet, verliert bald den Mut.
 
Der blinde Zorn wird am besten vertagt. Oft sind anderntags seine Ursachen vergessen.
 
Abstand halten, damit man Anderen nicht zu nahe tritt.
 
Der Müssiggänger lässt sich tragen.
 
Missliche Ereignisse ziehen ihren Schatten hinterher oder schicken ihn voraus. Das bemerkt man erst nachher.
 
Windgepeitschte Bäume sind nachgiebig, sonst brechen sie. Das bekommt auch den Menschen.
 
Der Weg aus dem Jammertal ist eng – doch weist zum Garden Eden.
 
Leicht schlägt die Freude in Verdruss um, aber Verdruss kann auch Freude gebären.
 
Gedulde dich in deinem Schmerz, denn zuletzt findest du Trost.
 
Bedenke: Der tapsige Greis hat eine lange Strecke hinter sich begangen.
 
Hintergedanken tarnen unlautere Absichten.
 
Aus dem Herzen sprechen? Besser aus dem Herzen handeln.
 
Er hätte einen 2. Kopf verdient, um klug zu werden.
 
Vertreibe die Verzweiflung mit Hoffnungsstrahlen.
 
Heimlich werden Horoskope auch von sonst vernünftigen Leuten gelesen.
 
Nicht jeder Schmerz ist des Aufhebens wert.
 
Rund um einer Sache gibt es viele Ansichten.
 
Kleine Vergnügen genügen. Die grossen kosten zu viel.
 
 
Hinweis auf weitere Aphorismen von Emil Baschnonga
13.01.2008: Stichwort „Satz“: Aphoristisch angehauchte Einzeiler