Drohnen gegen 2 britische Staatsbürger
Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London
Reyaad Kahn und Ruhul Amin, zwei mutmassliche englische IS-Kämpfer, wurden am 21.8.2015 in Ragga (Syrien) durch ferngesteuerte Drohnen der RAF (Royal Airforce) – gesteuert von Waddingston in England aus – getötet.
Hat der ehrenwerte Prime Minister David Cameron damit die Schranken nationaler und internationaler Gesetzgebung, namentlich den Artikel 51 der United Nation, missachtet? Er versicherte, dass ihm der “Attorney General” (Generalstaatsanwalt) dazu die Erlaubnis erteilt habe. Zuvor war die USA ähnlich vorgegangen … Ein Beispiel macht wiederum Schule. Cameron verweigerte bisher weitere Auskünfte. Rund 700 Engländer haben sich dem “Jihad/IS” angeschlossen. Der Freibrief für weitere Drohnenüberfälle ist somit “de facto” gegeben.
Ich selbst bin gegenüber IS spinnefeind, denn ihre Gräueltaten sind die schlimmsten Auswüchse von Fanatismus. Ich befürchte, dass der Einsatz von Drohnen durch die Hintertüre einen neuen Krieg in Syrien anbahnen könnte, denn Cameron hat diese Möglichkeit offen gelassen, wiewohl das Parlament dagegen gestimmt hatte. Der Krieg im Irak könnte ebenfalls wieder aufflammen.
IS könnte ihrerseits Drohnen in GB und den USA einsetzen und direkt aus Syrien und anderswo abfeuern.
Inzwischen mehren sich kritische Stimmen in GB. Cameron darf sich nicht länger hinter seinem Stillschweigen verschanzen, sonst würde die Demokratie zum faulen Apfel im Land. Diese leidliche Geschichte wird sich fortspinnen, bis Klarheit geschaffen ist. “The sooner the better”!
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