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4. Ausgabe www.textatelier.com 01. 11. 2002

Herbst

In des Herbstes herben Hallen
dampft es dumpf,
und die Blätter lallen
leis' beim Fallen.

Bettina Bauer

Lebenshilfsmittel Feng Shui

Lieber gesund und reich als arm und krank...

Liebe Textatelier-Freunde, Kunden, Bekannte

"Ich gratuliere zum Newsletter 3 – gibts da kein deutsches Wort dafür?"“ Das schrieb mir mein Bruder Rolf P. Hess kürzlich aus Cebu. Er kennt meinen Widerwillen gegen das Denglisch, gegen die Anglizismen eben, die uns auf Schritt und Tritt verfolgen und die nicht allein die deutsche Sprache überwuchern. Der Präsident der Dänischen Kolonie in der Schweiz, Eigil Hansen (www.dansk.ch), klagte mir kürzlich auf einer Rheinfahrt beim Dreiländereck in Basel, auch das Dänische werde zunehmend durch englische Ausdrücke verhunzt. Die Spanier ihrerseits leiden unter dem Spanglisch und die Franzosen unter dem Franglisch. Die meisten Sprachen werden zu Hybriden – inklusive die Kulturen. Das Schweizer Radio DRS 1 bringt fast nur noch US-amerikanischen Sing-Song, Brechreize auslösend.

Und so bin ich denn in mich gegangen und habe nach einem deutschen Wort für Newsletter gefahndet, um nicht auch noch einen Beitrag zur zunehmenden Amerikanisierung zu leisten. Wörtlich übersetzt heisst das etwa Nachrichtenbrief oder, noch schwerfälliger: Neuigkeitenbrief, Neuheitenbrief. Die Lösung heisst Rundbrief: Ein Brief, der in zahlreichen Exemplaren an zahlreiche Empfänger gesandt wird, ob als Papier oder elektronische Datei. Das ist ein treffendes altüberliefertes, in Deutschland noch erstaunlich häufig gebrauchtes Wort, das an einen Kreis erinnert, an etwas, das rund läuft, Verbindungen schafft und sich nicht verliert. Eine Unterstützung der internetten Neubelebung ist durchaus gerechtfertigt.

Auch in der chinesischen Harmonielehre Feng Shui, die sich nicht allein auf das schönere Wohnen, sondern auf die Lebensgestaltung insgesamt erstreckt, spielt der Kreis eine wichtige Rolle. Er symbolisiert kraftvoll das Universum, in dem sich Himmel (Yang) und Erde (Yin) vereinen und wird deshalb auch häufig für Firmenlogos verwendet. Und dem Feng Shui gilt dieser einleitende Artikel dieses Rundbriefes. Die Themenwahl erfolgte aus der Gewissheit heraus, dass unsere Nutzer daraus neue Einsichten und Erkenntnisse gewinnen können, die ihre Lebensqualität wesentlich erhöhen können. Aus dem gleichen Grund haben wir unter GLANZPUNKTE eine spezielle Rubrik FENG SHUI geschaffen, wo Sie sich eine erste Auswahl von Artikeln zu Gemüte führen können. Weitere werden folgen.

Das Feng Shui ist eine wahrscheinlich über 5000 Jahre alte Lehre aus China, die mich nicht nur wegen ihrer Naturverbundenheit, sondern auch wegen ihrer kosmischen Sichtweise seit Jahren fasziniert hat. Im Juli 1997 haben wir einen Feng-Shui-Berater nach Biberstein eingeladen. Er gab der Lage unseres Hauses die besten Noten. Im Rücken haben wir den Jurahügelzug, der hier eine Einbuchtung hat, was mit dem Bild der Schutz bietenden Schildkröte in Verbindung gebracht wird. Auf der rechten (östlichen Seite) setzt sich die liebliche Hügellandschaft fort (Tiger, Yin, das Weibliche); dorthin strömt (der Hauptwindrichtung entsprechend) die verbrauchte Energie ab. Auf der Vorderseite (Süden) fliesst die Aare, und die flache und unregelmässig verlaufende Mauer, die das fehlende Wasser gegebenenfalls ersetzen könnte, ist dort auch vorhanden. Doppel genäht hält besser. Rechts (immer vom Haupteingang aus betrachtet), sind die niederen Bäume; es ist die Drachenseite, die dem Männlichen (Yang) zugeordnet und im Moment etwas vernachlässigt ist. Trostworte werden gern entgegengenommen...

Inzwischen habe ich vieles über dieses alte Wissen gelesen und ausprobiert, das universell gültig ist und für die Wohnungs- und Gartengestaltung viele bewährte Grundsätze bereithält; die Resultate überzeugen jeweils vollumfänglich. So habe ich den ursprünglichen Zickzack-Zugang zu unserem Haus in einen geschwungenen Bogen umgewandelt, und der Energiefluss ist jetzt ideal; jedermann spürt das. Eine tote Ecke im Essraum haben wir durch einen Zimmerbrunnen belebt; der Raum war plötzlich von Lebensenergie (Qi) erfüllt und wirkte grösser. Belebtes Wasser spielt auch auf der Südostseite (Brunnen und Weiher mit Springbrunnen) eine wesentliche Rolle. Ein winziges gefangenes (fensterloses) WC-Räumchen wurde mit einem Mobile aus Glöckchen, die aus der Zeit des Jugendstils stammen könnten, einem schwungvoll montierten farbigen Tuch und einem Seidenblumenbukett in Schwung gebracht. Ein Wohnraumfenster, das sich genau gegenüber der Eingangstür befindet, wurde mit einer runden Wappenscheibe versehen, so dass die Lebensenergie im Wohnraum zirkuliert und nicht einfach durchsaust, ohne die günstigen Eigenschaften entwickelt zu haben.

Im Prinzip geht es immer um Harmonien, Formen, vor allem organisch geschwungene Linien (wie auf der Internet-Einstiegsseite des Textateliers), um Farben sowie unter viel anderem um den Leben spendenden und -erhaltenden Atem (Feng Shui heisst Wasser und Wind), zu dem auch die kosmischen Einwirkungen gehören. Und das alles zielt auf die Steigerung und Verbesserung des menschlichen Wohlbefindens ab. Nicht zuletzt aber geht es auch um die Erhöhung des geschäftlichen Erfolges, und dieser hat den Chinesen Recht gegeben: sie gelten in den meisten asiatischen Ländern als die besten Unternehmer.

Das kalauernde Motto "Lieber gesund und reich als arm und krank" trifft die Feng-Shui-Philosophie exakt. Und es ist zweifellos so, dass Lebensumstände, die zu Wohlbehagen und Wohlbefinden beitragen, auch die besten Voraussetzungen für den beruflichen und geschäftlichen Erfolg sind. Es sprechen somit alle Gründe dafür, für Lebensumstände besorgt zu sein, die sich dem Idealbild nähern. Alle Menschen sollten diesbezüglich das Möglichste tun. Weil im Feng Shui vieles mit den Himmelsrichtungen zusammenhängt, gilt es sozusagen dafür zu sorgen, dass man nicht verkehrt in der Landschaft herumsteht.

Aus dem Studium landläufger Häuser und Wohnungen wird augenfällig, dass meistens das Prinzip Zufall beim Bau und bei der Einrichtung Regie geführt hat, dass gestalterische Ideen fehlen und die Voraussetzungen für harmonische Energieflüsse verbaut wurden, weil man noch nie davon gehört hat. Da könnten einige Orientierungspunkte und Grundregeln wahrlich nicht schaden. Es gibt zahllose Feng-Shui-Bücher, und das Thema taucht in Zeitschriften und Zeitungen immer häufiger auf. Offensichtlich besteht heute mehr denn je das Bedürfnis, aus dem Wohnraum-Chaos bewusst auszubrechen und stattdessen intelligent arrangierte Lebensräume zu gestalten, in denen man sich rundum wohl fühlt.

Das Textatelier möchte seinen Beitrag dazu leisten und einen seiner zahlreichen thematischen Schwerpunkte auf dieses Thema legen; denn es besteht ein offensichtliches Manko an gut verständlichen Darlegungen, welche die uralten chinesischen auf unsere heutigen Verhältnisse übertragen, ohne sie im Kern zu verändern. Es geht darum, die eigenen 4 Wände nach allgemein gültigen Harmoniegesetzen attraktiver zu gestalten.

Unseren Freunden machen wir das Angebot, Feng-Shui-Themen, die für sie wichtig sind, zu privaten (nicht kommerziellen) Zwecken gratis zu beschreiben. Schreiben Sie uns Ihre Frage! In Arbeit sind im Moment gerade Texte über folgende Feng-Shui-Aspekte: Treppen, Farbe Grün, Harmoniegesetz, Gesundheitsregeln, Gartenweiher, Buchsbaum, Zimmerbrunnen, Zahlen usf.

Machen Sie bitte auch Ihre Freunde und Bekannten auf die exzellenten Leistungen des Textateliers aufmerksam, auf dass auch bei jenen Leuten alles rund läuft und der eingangs erwähnte Kreis grösser werde. Man wird es Ihnen zu danken wissen.

Walter Hess


Energiefluss in einer vorher unbeachteten Ecke: Zimmerbrunnen

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