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BLOG vom 16.03.2017


Heilpflanzensäfte: Frische Kraft aus der Natur seit 90 Jahren

Autor: Heinz Scholz, Wissenschaftspublizist, Schopfheim D

 


Walther Schoenenberger
 

Apotheker Walther Schoenenberger (1901-1982) war es, der die Heilwirkung der frischen Pflanze erforscht und die Frischpflanzentherapie entwickelt hat. Schon in jungen Jahren studierte er die Erfahrungsheilkunde und bewährte Rezepte. Als Visionär erkannt er, dass die Heilpflanzen unverfälschte Schätze der Natur sind. Schliesslich gelang es ihm, die Säfte aus Frischpflanzen haltbar zu machen und diese dem Menschen das ganze Jahr über zur Verfügung zu stellen. Die Krönung seiner Bemühungen und Arbeit erlebte er im Jahre 1961 mit der Aufnahme von „Presssäften aus frischen Pflanzen“ in das Arzneimittelgesetz. Damit wurden die Säfte als Heilmittel amtlich anerkannt. Viele Therapeuten empfahlen daraufhin diese Heilmittel und waren voll des Lobes. So schrieb Prof. Dr. med. Karin Kraft, Universität Rostock, in der Fachzeitschrift „Erfahrungsheilkunde“ (6/2006): „Frischpflanzenpresssäfte gehören zu den besten Arzneipflanzenzubereitungen.“

Es begann in Mutters Küche
Die ersten frischen Heilpflanzensäfte stellte Schoenenberger bereits 1921 in Mutters Küche her. Im Februar 1927, also vor 90 Jahren, wurde die Produktion nach Stuttgart-Bad Cannstatt und im darauf folgenden Jahr nach Magstadt(Landkreis Böblingen) in eine ehemalige Brauerei verlagert.

Von Anfang her stellte Schoenenberger höchste Anforderungen an die Herstellung der Pflanzensäfte. „Die besten und strengsten Grundsätze waren gerade gut genug“, so Schoenenberger. Die Anforderungen sind heute genauso streng.
Zunächst fand der Heilpflanzenpionier kaum Interesse bei den Apothekern. Ein Apotheker meinte: „Das sind doch alte Zöpfe, Herr Schoenenberger, längst passé. Einen guten Rat: Machen Sie lieber eine Apotheke auf.“

Einen Durchbruch erfuhr er anlässlich einer Ausstellung des Verbandes der Reformhäuser. Dort hatte er einen nicht für möglich gehaltenen Erfolg. Die Besucher belagerten den Stand. Den wissbegierigen Leuten erklärte Schoenenberger den Wirkstoffring, die Wirkung der einzelnen Säfte und die Grundsätze der Pflanzentherapie. Der Bedarf nach frischen Presssäften stieg immer mehr, so dass die Produktionsräume ständig erweitert werden mussten.

Für die Zukunft gerüstet
Heute werden die Pflanzensäfte und auch andere Produkte in der Hutwiesenstrasse am Rande von Magstadt produziert. Am 21.09.2007 fand die Eröffnung des neuen Werks anlässlich des 80jährigen Firmenjubiläums statt.  Die Produktionsanlagen, die Labors zur Qualitätssicherung sowie die Logistikanlage wurden nach den neuesten technischen Standards errichtet. Der Neubau umfasst eine Fläche von rund 3500 Quadratmetern.
Bei dem Festakt erfuhr der Salus-Firmeninhaber Otto Greither  ein herzliches Dankeschön. Er hat die 10 Million teure Investition gewagt und dadurch viele Arbeitsplätze in Magstadt erhalten.
Warum er in Magstadt investiert hat, erklärte er so: Er wollte ein Familienunternehmen erhalten und verhindern, dass ein Grosskonzern diesen Betrieb übernimmt. In der Vergangenheit wurden etliche Firmen von Konzernen aufgekauft, nach kurzer Zeit wieder veräussert und Mitarbeiter entlassen. Die Entscheidung fiel ihm leicht, weil in Magstadt das Traditionelle, die hohe Qualität der Produkte und der Bio-Anbau von Heilpflanzen in unmittelbarer Nähe des Werkes im Vordergrund stehen. „Ich hoffe, dass das Werk eine gute Zukunft hat“, äusserte Otto Greither.
Meine Meinung ist, dass die Firma mit ihren exzellenten Mitarbeitern, Gärtnern und Vertragsbauern, aber auch durch die überzeugenden Geschäftsführer und der agilen ethischen Firmenleitung weiterhin gedeihen und ihren Spitzenplatz in Europa behaupten wird.

In einem Grusswort von Prof. Dr. habil. Dr. h.c. Reinhold Carle von der Universität Hohenheim, Institut für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie, kam zum Ausdruck, dass die Firma Schoenenberger eine enge Kooperation mit der universitären Forschung anstrebt. „Gemeinsam suchten wir nach neuen Wegen zur schonenden Stabilisierung von Pflanzensäften, zur Verbesserung der Energieeffizienz, zur Entwicklung neuer Produkte, z.B. aus der Kaktusfeige, Cranberry- und Granatapfel-, Löwenzahn- und Artischocken-Presssäfte waren weitere Gegenstände unserer gemeinsamen Forschung und Entwicklung,“ so Prof. Carle.

Die Schoenenberger-Firmengruppe (Walther Schoenenberger Pflanzensaftwerk, Deutsche Olbas-Gesellschaft sowie die Marken Hensel und Extracta) gehört seit 1981 zur Salus-Firmengruppe.

Warum so wirksam?
„Die Heilkonzentration, welche die Natur geschaffen hat, ist in unverbildeter Form in der frischen Pflanze enthalten.“ So lautete Walther Schoenenbergers bemerkenswerter Grundsatz, der auch heute noch seine Gültigkeit hat.
Und in den jeweiligen Frischpflanzen-Presssäften ist der Gesamtkomplex von Wirk- und Inhaltsstoffen, also alle bioaktiven Stoffe in ihrer natürlichen Harmonie (man spricht vom gesamten Wirkstoffring der frischen Pflanze) unverdünnt und in konzentrierter Form und seiner natürlichen Zusammensetzung enthalten.
Die Frischpflanzensäfte zeichnen sich durch eine ganzheitliche Qualität, synergistische Wirkungsweise, besonders guten Aufnahmefähigkeit und gute Verträglichkeit und Sicherheit aus. Wichtig für die Herstellung der Frischpflanzensäfte ist der richtige Erntezeitpunkt der Pflanzen. Dann, wenn die Wirkstoffe in den Säften am gehaltvollsten sind. Noch am Tag der Ernte werden die Pflanzen unter hohem Druck ausgepresst. Der Saft wird dann nach einer schonenden Kurzzeiterhitzung in Flaschen abgefüllt. Es vergehen also nur wenige Stunden von der Ernte bis zur Abfüllung und es finden keine Veränderungen durch Trocknung und Extraktion statt.
Jeder Frischpflanzensaft unterliegt der ständigen Kontrolle eines Labors, das mit den modernsten Analysengeräten ausgestattet ist.

 


Gärtner in Holz in der Kräuterwelt
 

Beteiligungen und eine Kräuterwelt
Die Firma Schoenenberger unterstützt das Projekt „Naturerlebnispfad“ in Magstadt. Auf diesem Pfad wird für Gross und Klein vieles geboten, wie eine Baumstammliege, ein Wurzelteller, eine Bienenweide, ein historischer Hohlweg, eine Beobachtungsstation für Wildtiere und ein Kräutergarten.

Seit 2008 unterstützt die Firma das Projekt 111-Arten-Korb im Rahmen des „Aktionsplans biologische Vielfalt“ des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.  Die Firma Schoenenberger setzt sich konkret für den Schutz des Neuntöters ein. Auch werden mit ortsansässigen Schulen dornenreiche Hecken gepflanzt, die dem Neuntöter einen Lebensraum bieten.

Schoenenberger ist seit 2009 Partner in der Alb-Gold-Kräuterwelt in Trochtelfingen (Landkreis Reutlingen). Auf einem mehr als 20 000 m2 grossen Kräutergarten gedeihen über 1000 verschiedene Pflanzensorten, darunter 600 unterschiedliche Heil- und Gewürzkräuter.  250 Ziersträucher und über 150 Arten von Sträuchern und Gehölzen wurden hier kultiviert. Es ist eine Oase mit vielen Sinneseindrücken. Besucher, die diese Kräuterwelt erleben, sind erstaunt über die Vielfalt und Anwendungen. So findet man Kräuter für die Küche, für Heilanwendungen, für Schönheit und Haushalt. Kräuter gegen Ungeziefer, Pflanzen zum Färben und als Raumschmuck oder für Duftschalen. Interessierte Besucher können die „Kräuterwelt“, die nach biologischen Grundsätzen bewirtschaftet wird, selbst erkunden. Angeboten werden aber auch fachkundliche Themen-Führungen für Erwachsene und Kinder sowie Seminare zum Anlegen eines eigenen Kräutergartens.  

In einer Ecke des Gartens befinden sich einige Pflanzen, die Kinder besonders erfreuen dürften. Diese duften und schmecken nach Schokolade und Vanille.

Auf einem Rundgang konnte ich am 30.06.2010 die Kräuterwelt und die von Manfred Martin geschaffenen originellen Holzfiguren bewundern. Die Figur „Hippokrates“, die inmitten der Kräuterwelt wacht, wurde 2009 anlässlich der Partnerschaft zwischen Schoenenberger und der ALB-GOLD Teigwaren GmbH aufgestellt.
Auf dem einen Foto ist eine Holzfigur mit einem Teil des prächtigen Gartens und auf dem 2. Bild der Weidenpavillon mit Tisch und Bänken zu sehen.

 


Weidenpavillon
 

Die Firma hat auch ein Jubiläums-Gewinnspiel mit 6 Fragen zu Heilkräutern ausgearbeitet. Einsendeschluss ist der 30.04.2017. 30 Preise werden ausgelost.

Hinweis: Unter www.schoenenberger.com gibt es Infos über Produkte (Säfte, Schlankheits-Kur, Frucht-und Gemüsesäfte und Naturkosmetika). Die Produkte sind in Reformhäusern, Naturkostläden und Apotheken erhältlich.

Internet
www.schoenenberger.com
www.alb-gold.de
www.salus.de

Hinweis auf weitere Blogs zum Thema
08.07.2010: Kräuterwelt: Brennender Busch, ewige Zwiebel, Süssdolde
16.04.2010: Schoenenbergers Erfolge mit seiner Frischpflanzentherapie
25.09.2007: Pflanzensaftwerk Schoenenberger: Für die Zukunft gerüstet

 


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