Textatelier
BLOG vom: 04.01.2018

Januar-Aphorismen

Autor: Emil Baschnonga, Aphoristiker und Schriftsteller, London


Die Welt ist keine Himmelsleiter.

*

Wer die Hoffnung begräbt, schaufelt sein eigenes Grab.

*

Gibt es ein besseres Vorbild der Liebe als Mutter und Kind?

*

Die fetten Katzen schlecken den armen Schluckern die Milch weg.

*

Die Vernunft wird oft auf eigene Interessen zugeschnitten.

*

Wer ein Talent sein eigen nennt, pflege es.

*

Unter grossen Fehlern verstecken sich die kleinen.

*

Was morgen kommt, das weiss ich nicht. So beschränke ich mich auf den heutigen Tag.

*

Gewisse Dinge erledigen sich von selbst, wenn man sie liegen lässt.

*

Niemand kann dem Glück nachspringen. Niemand holt es ein.

*

Das Schuldenbabel der Konsumenten wird von der Gewinnsucht der Händler und Hersteller getrieben.

*

Echte Liebe altert nicht.

*

Schliesslich setzt sich jeder seine Grenzen – ob wissentlich oder nicht.

*

Die Lunge ist der Blasbalg des Lebens.

*

Die grossen Schrittmacher der Menschheit sind archiviert.

*

Am Ende gilt allein das Ergebnis.

*

Grundsätze wachsen vom Grund auf.

*

Wer bestimmt, was guter oder schlechter Geschmack ist? Das offenbart sich von selbst.

*

Zweifeln: Ja. Verzweifeln: Nie.

*

Ohne Fingerspitzengefühl lässt sich kein Knoten lösen.

*

Kurzer Zeile langer Sinn.

*

Der Ungeduldige muss sich zwangsläufig gedulden.

*

Der Kluge gibt nach. Das treibt die Dummheit voran.

*

Zu viel gelernt, zu wenig behalten.

*

Mit starkem Nachdruck befreit man sich vom Stuhldrang nach festlichem Gelage.

 


*
*    *